Bür­ger kämp­fen für Na­tur

Isprin­ger Initia­ti­ve ge­gen Be­bau­ung im Be­reich Ro­then­rain/En­zin­ger / Un­ter­schrif­ten ge­sam­melt

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Man­fred Schott

Isprin­gen. Nach dem öf­fent­li­chen Be­kannt­wer­den, dass die Ge­mein­de in dem seit Jahr­zehn­ten na­tur­be­las­se­nen Baum-, Wie­sen- und Wald­ge­län­de im Be­reich Ro­then­rain/En­zin­ger ei­ne Be­bau­ung ins Au­ge fasst, hat sich ei­ne Bür­ger­initia­ti­ve ge­bil­det. Die Grup­pe trifft sich re­gel­mä­ßig, um sich mit der Si­tua­ti­on zu be­fas­sen und stich­hal­ti­ge Grün­de ge­gen die Be­bau­ungs­ab­sich­ten der Ge­mein­de zu­sam­men­zu­tra­gen.

Hel­mut We­ber er­klärt, dass der Na­me „Bür­ger­initia­ti­ve Isprin­gen zur Er­hal­tung des letz­ten Res­tes der Na­tur auf der Süd­sei­te von Isprin­gen, kurz: BI – Na­tur Ro­then­rain/En­zin­ger“das Kern­pro­blem be­nennt. Auch ei­ni­ge aus­drucks­star­ke Trans­pa­ren­te sind zu se­hen, wie das am En­de der Bröt­zin­ger Stra­ße an der Thu­ja­he­cke von Andre­as Heu­schmidt. Sa­bi­ne und Rolf Pet­zold, die das Ge­biet sehr gut ken­nen, sa­gen: „Es gibt ei­ne Viel­zahl von Grün­den, die­ses Na­turare­al zu be­las­sen, auch um den ein­zig­ar­ti­gen Le­bens­raum für die dort an­ge­sie­del­te Tier- und Pflan­zen­welt zu er­hal­ten“. An­ke und Tho­mas Ku­schel wei­sen auf den Nah­er­ho­lungs­wert die­ses Grün­zu­ges hin, der von Kin­dern, den Kin­der­gär­ten, von Spa­zier­gän­gern und auch in der Mit­tags­pau­se von Ar­beit­neh­mern aus dem na­hen Ge­wer­be­ge­biet ge­nutzt wird. Durch ei­ne Be­bau­ung der ein­zig frei zu­gäng­li­chen Grün­flä­che auf der Süd­sei­te von Isprin­gen mit Wie­se, Baum-, Strauch- und Wald­be­stand sin­ke in die­sen Teil der Ge­mein­de die Wohn­qua­li­tät er­heb­lich, so Fa­mi­lie Ku­schel. Dass dies, auch mit Blick auf die Kin­der und künf­ti­ge Ge­ne­ra­tio­nen, in­zwi­schen 588 Mit­bür­ger eben­so se­hen, dar­auf weist Hein­rich Haag hin.

Mit ih­rer Un­ter­schrift ma­chen die Bür­ger deut­lich, dass sie den Ver­lust des letz­ten Res­tes Na­tur nicht hin­neh­men wol­len.

Auch wei­sen sie da­mit auf die Lär­mund Ab­gas­be­las­tung aus Rich­tung Au­to­bahn und die ka­ta­stro­pha­le Park­si­tua­ti­on hin, die kei­ne hö­he­re Be­las­tung mehr dul­den, er­gänz­te Haag.

Bri­git­te Haag be­rich­tet, dass Bür­ger­meis­ter Tho­mas Zeil­mei­er brief­lich um ei­nen Ter­min für die Darstel­lung der Pro­ble­ma­tik und die Über­ga­be der Un­ter­schrif­ten ge­be­ten wor­den sei. Der neue Schul­tes ha­be spon­tan re­agiert.

Es wur­de ver­ein­bart, dass das Ge­spräch mit ei­ner De­le­ga­ti­on der Bür­ger­initia­ti­ve am Di­ens­tag, 27. Ju­ni, 18 Uhr, im Sit­zungs­saal des Rat­hau­ses statt­fin­den kann.

Ter­min am 27. Ju­ni bei Bür­ger­meis­ter Zeil­mei­er

DIE BÜR­GER­INITIA­TI­VE macht mit ei­nem Tref­fen am En­de der Bröt­zin­ger Stra­ße deut­lich, dass das im Hin­ter­grund zu se­hen­de Bio­top bis hin zum Wald vor der Au­to­bahn für die Be­völ­ke­rung süd­lich der Bahn­li­nie er­hal­ten blei­ben soll. Foto: Man­fred Schott

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