Sym­bo­li­sche An­er­ken­nung

SPD: In­te­gra­ti­ons­hel­fer oft an fi­nan­zi­el­len Gren­zen

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Stutt­gart (dpa/lsw). Die SPD-Po­li­ti­ke­rin Sa­bi­ne Wöl­f­le for­der­te für die In­te­gra­ti­ons­ar­beit der Hel­fer vor Ort zu­min­dest ei­ne sym­bo­li­sche An­er­ken­nung. Die Men­schen, die Flücht­lin­ge re­gel­mä­ßig zum Es­sen ein­la­den, die­se zur Aus­bil­dungs­stel­le kut­schie­ren, Nach­hil­fe und Sprach­kur­se ge­ben, kä­men an ih­re fi­nan­zi­el­len Gren­zen. „Man kann nicht er­war­ten, dass sie al­les um­sonst ma­chen“, sag­te die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te.

Um die­sen wich­ti­gen Un­ter­stüt­zern un­ter die Ar­me zu grei­fen, sei ge­nü­gend Geld im Lan­des­haus­halt vor­han­den. Wöl­f­le nann­te die 58 Mil­lio­nen Eu­ro, die die Lan­des­re­gie­rung in den kom­men­den zwei Jah­ren für 1 000 In­te­gra­ti­ons­ma­na­ger ein­set­zen will. Von die­ser Ver­wen­dung hält sie nichts: Ers­tens ge­be es so vie­le So­zi­al­ar­bei­ter gar nicht auf dem Markt, zwei­tens soll­ten eher die Men­schen, die nah am Flücht­ling ar­bei­ten, ge­stärkt wer­den. Das So­zi­al­mi­nis­te­ri­um wies die Kri­tik zu­rück: Die Fi­nan­zie­rung sei nur ein Teil des Ge­samt­pa­kets. In ei­nem wei­te­ren Teil wür­den 5,4 Mil­lio­nen Eu­ro in das Pro­gramm „Ge­mein­sam in Viel­falt – Lo­ka­le Bünd­nis­se in der Flücht­lings­hil­fe“flie­ßen – dar­über sei­en seit 2015 be­reits 133 Bünd­nis­se auf lo­ka­ler Ebe­ne ge­för­dert wor­den. Grü­nen-In­te­gra­ti­ons­ex­per­te Da­ni­el Le­de Abal sag­te: „Die Kri­tik der SPD geht an der Sa­che völ­lig vor­bei.“Mit In­te­gra­ti­ons­ma­na­gern ge­be es end­lich und erst­mals ei­ne pro­fes­sio­nel­le Be­treu­ung und Be­glei­tung für Flücht­lin­ge mit ab­ge­schlos­se­nen Ver­fah­ren.

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