Gro­ße Be­trof­fen­heit im Dorf

Mut­ter woll­te sich selbst und ih­re bei­den Kin­der in Marxzell-Schiel­berg tö­ten

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Marxzell-Schiel­berg (rob). Gro­ße Be­trof­fen­heit herrscht un­ter den Dorf­be­woh­nern von Schiel­berg, nach­dem ei­ne Mut­ter am Sams­tag ver­sucht hat, sich und ih­re bei­den klei­nen Kin­der um­zu­brin­gen.

Feu­er­wehr-Ab­tei­lungs­kom­man­dant Sieg­mund Flu­de­rer war vor Ort als ers­ter in der Woh­nung, nach­dem die Tür des Wohn­hau­ses durch die Wehr ge­öff­net wor­den war. „Das war schlimm“, er­zählt er im Ge­spräch mit die­ser Zei­tung. „Wir wa­ren mit 14 Mann vor Ort, nach­dem die Po­li­zei uns alar­miert hat.“Die stand näm­lich nach dem Hin­weis des be­sorg­ten Ex-Part­ners vor ver­schlos­se­nen Tü­ren – eben­so wie Ret­tungs­dienst und Not­arzt. „Ich bin sel­ber Fa­mi­li­en­va­ter“, merkt Flu­de­rer be­trof­fen an, als er die Si­tua­ti­on be­schreibt, wie die Mut­ter und ei­nes der Kin­der re­gungs­los in der Woh­nung vor ihm la­gen. „Die Kin­der ha­ben über­lebt“, als er das spä­ter er­fuhr, sei ihm ein St­ein vom Her­zen ge­fal­len. „Et­was spä­ter wä­re es viel­leicht zu spät ge­we­sen.“Das Kind, das noch bei Be­wusst­sein war, ha­be noch „lasst die Ma­ma da“ge­ru­fen, als die be­wusst­lo­se Mut­ter ab­trans­por­tiert wur­de.

„Die Ge­mein­de Marxzell ist sehr be­stürzt über die Ge­scheh­nis­se“, er­klär­te Haupt­amts­lei­te­rin Ni­co­le Schom­mer. Man freue sich aber, dass al­le drei Be­trof­fe­nen über­lebt ha­ben und hof­fe, dass sie wei­ter auf dem Weg der Bes­se­rung sind.

Von­sei­ten der Ge­mein­de Marxzell wa­ren ak­tu­ell kei­ne be­son­de­ren Hil­fen ge­plant, nach­dem laut Po­li­zei be­kannt ge­wor­den sei, dass die zwei Kin­der bei den je­wei­li­gen Vä­tern un­ter­kom­men. Ei­ner ist der Ex-Part­ner der Mut­ter, der an­de­re der ak­tu­el­le Le­bens­ge­fähr­te. Süd­west­echo

Feu­er­wehr muss­te Woh­nungs­tür öff­nen

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