Viel Stahl vor dem Schal­wa­gen

Be­weh­rung für den Süd­tun­nel / Zwei Zu­gän­ge zur U-Strab feh­len noch

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Ru­pert Huste­de

Un­ter der Karl-Fried­rich-Stra­ße hat der lan­ge End­spurt der Tun­nel­bau­er be­gon­nen. Die Berg­leu­te der BeMo Tun­nel­ling zie­hen die Be­weh­rungs­ei­sen für die ei­gent­li­che Röh­ren­wand in dem un­ter Druck­luft vor­ge­trie­be­nen und pro­vi­so­risch sta­bi­li­sier­ten Stol­len ein. „Die Stahl­be­ton­soh­le der In­nen­scha­le ist un­ter Druck­luft­be­trieb kom­plett ein­ge­baut wor­den“, be­rich­tet die Ka­sig vom Fort­schritt des U-Strab-Baus un­ter der via tri­um­pha­lis zwi­schen Markt­platz und Ett­lin­ger Tor. „In­zwi­schen kann schon mit we­ni­ger Über­druck ge­ar­bei­tet wer­den“, sagt Ka­sig-Chef Uwe Kon­rath. Ist die Be­weh­rung für die In­nen­scha­le auf­ge­baut, kommt der Schal­wa­gen. Die­se Spe­zi­al­an­fer­ti­gung ei­ner Be­to­nier­ma­schi­ne auf Rol­len wird be­reits un­ter dem Markt­platz mon­tiert. Kon­rath rech­net da­mit, dass auch die­ses 250 Me­ter lan­ge Stück des Süd­tun­nels bis Jah­res­en­de im Roh­bau fer­tig wird. An­fang 2018 müss­ten dann nur noch die Ein­bau­ten für den Druck­kam­mer­be­trieb aus der Un­ter­welt des Ett­lin­ger Tors ent­fernt wer­den. Der­weil hat der In­nen­aus­bau der U-Strab in der Sta­ti­on „Kon­gress­zen­trum“schon be­gon­nen.

Ins­ge­samt will die Ka­sig den U-Stra­bBau in drei Jah­ren, al­so bis Som­mer 2020 fer­tig ha­ben, um an­schlie­ßend nach ei­ni­gen Mo­na­ten im Pro­be­be­trieb En­de 2020 das U-Strab-Zeit­al­ter nach elf Jah­ren Bau­zeit für die Karls­ru­her – vier mehr als ur­sprüng­lich ge­plant – rich­tig be­gin­nen zu las­sen.

Die letz­ten bei­den Soh­len in den sie­ben U-Strab-Hal­te­stel­len sind jetzt un­ter dem Eu­ro­pa­platz und im Mit­tel­teil des Kom­bi­bau­werks un­ter dem Ett­lin­ger Tor be­to­niert wor­den. Da­mit ist der Weg für zwei­er­lei frei: Auch die letz­ten Wän­de der un­ter­ir­di­schen Be­ton­schach­teln kön­nen jetzt un­ter dem „Eu­ro“wach­sen und da­mit laut Ka­sig der U-Strab-Roh­bau bis Jah­res­en­de ab­ge­schlos­sen wer­den. Zu­dem wird ab nächs­ter Wo­che das blaue Was­ser­rohr aus der Kai­ser­stra­ße ver­schwin­den; denn die Ha­va­rie­lei­tung ist nun über­flüs­sig (die BNN be­rich­te­ten). Mit der De­mon­ta­ge des Blau­en Rohrs wird nach An­ga­ben des Kom­biBau­herrn Ka­sig zwi­schen Dur­la­cher Tor und Kro­nen­platz be­reits be­gon­nen.

Au­ßer­dem feh­len noch zwei U-Stra­bZu­gän­ge: Für die Hal­te­stel­le Kro­nen­platz un­ter dem Ber­li­ner Platz steht jetzt laut Ka­sig der Bau der nörd­li­chen Trep­pe an der Wald­horn­stra­ße be­vor. „Zu­nächst wird das Bau­feld er­wei­tert, um die bis­her ab­ge­deck­te Öff­nung im Hal­te­stel­len­de­ckel frei­zu­le­gen. Da­nach wer­den die Au­ßen­wän­de der Hal­te­stel­le be­to­niert“, er­klärt Ka­sig. Da­ge­gen spart man sich das Be­to­nie­ren des Nord­ostein­gangs der Sta­ti­on „Lamm­stra­ße“an der Kai­ser­stra­ße in Hö­he der Kar­lF­ried­rich-Stra­ße beim Ca­fé am Markt wohl noch für 2018 auf.

Für die­se letz­te U-Strab-In­stal­la­ti­on mit di­rek­ten Aus­wir­kun­gen an der Ober­flä­che müs­sen die ver­schwenk­ten Schie­nen auf Hö­he des Markt­plat­zes be­gra­digt und in die Mit­te der Kai­ser­stra­ße ge­scho­ben wer­den. Ver­mut­lich wird dies die letz­te Gleis­bau­maß­nah­me in der Kai­ser­stra­ße sein, be­vor die Schie­nen mit Kom­plet­tie­rung der Kom­bi­lö­sung vor­aus­sicht­lich ab 2022 in der Fuß­gän­ger­zo­ne her­aus­ge­ris­sen wer­den.

DIE BE­WEH­RUNG für die In­nen­scha­le ent­steht jetzt im berg­män­nisch un­ter Über­druck vor­ge­trie­be­nen Tunnel un­ter der Karl-Fried­rich-Stra­ße. Fo­to: Ka­sig

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