Ein­schrän­kung für Be­triebs­rä­te

Pforzheimer Kurier - - BERUF UND ARBEIT -

Erfurt (dpa). Be­triebs­rä­te kön­nen nach ei­ner Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts nicht auf ei­nen se­pa­ra­ten Te­le­fon- und In­ter­net­zu­gang für ih­re Ar­beit po­chen. Ar­beit­ge­ber sei­en grund­sätz­lich nicht ver­pflich­tet, Be­triebs­rä­ten ge­son­der­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik zu­sätz­lich zum be­trieb­li­chen Netz­werk zur Ver­fü­gung zu­stel­len, ur­teil­te das höchs­te deut­sche Ar­beits­ge­richt in Erfurt. Al­lein die abs­trak­te Ge­fahr ei­ner miss­bräuch­li­chen Nut­zung der be­trieb­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­net­ze für Kon­trol­len durch den Ar­beit­ge­ber reich­te dem Sieb­ten Se­nat als Be­grün­dung für ei­nen ei­ge­nen Be­triebs­rats-Zu­gang nicht aus. Die Bun­des­rich­ter schlos­sen sich da­mit der Auf­fas­sung der Vor­in­stan­zen in Nie­der­sach­sen an.

Ge­klagt hat­te der Be­triebs­rat ei­nes Un­ter­neh­mens im nie­der­säch­si­schen Del­men­horst. Des­sen Be­triebs­rats­bü­ro ist nach An­ga­ben des Ge­richts un­ter an­de­rem mit ei­nem be­trieb­li­chen Ne­ben­stel­len­an­schluss so­wie ei­nem In­ter­net­zu­gang aus­ge­stat­tet, der mit dem kon­zern­wei­ten Netz­werk ver­bun­den ist.

Die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung ver­lan­ge ei­nen un­ein­ge­schränk­ten und un­kon­trol­lier­ten In­ter­net­zu­gang, der ent­spre­chen­den E-Mail-Ver­kehr er­mög­li­che. Az: 7 ABR 50/14

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