Zoff beim SV Wald­hof

Dais strei­tet mit Ma­na­ger

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Wolf H. Gold­sch­mitt

Mann­heim. Der Tra­di­ti­ons­ver­ein SV Wald­hof Mann­heim pflegt sei­ne Tra­di­tio­nen. Ei­ne da­von: Streit in der Club­Füh­rung. Der ver­pass­te Auf­stieg in die Drit­te Li­ga, die ent­gan­ge­nen Fern­seh­gel­der im ho­hen sechs­stel­li­gen Be­reich und die un­zu­frie­de­nen Fans schaf­fen ei­ne Wo­che vor Trai­nings­be­ginn ei­ne dunk­le Ku­lis­se für den Sai­son­start.

Ei­gent­lich wä­re der Sport­li­che Lei­ter und Trai­ner Gerd Dais in der Pflicht, mit sei­ner Mann­schaft auch in der

Kompp Ver­sa­gen at­tes­tiert bei Neu­ver­pflich­tun­gen

nächs­ten Run­de wie­der an der Ta­bel­len­spit­ze mit­zu­mi­schen. Doch Dais, des­sen Ver­trag noch ein Jahr läuft, sieht da­für we­nig Chan­cen. Der Grund: die Ver­stär­kun­gen, die er sich ge­wünscht hät­te, wol­len sich In­ves­tor Bernd Beetz und sein Ge­schäfts­füh­rer Mar­kus Kompp nicht leis­ten. Weil Dais den Fin­ger in die Wun­de ge­legt und dem Ge­schäfts­füh­rer of­fen Ver­sa­gen bei Neu­ver­pflich­tun­gen at­tes­tiert hat, brennt nun die Luft.

Kon­kret soll es um die bei­den Spie­ler Pier­re Fass­nacht vom Karls­ru­her SC, der in­zwi­schen nach Saar­brü­cken wech­sel­te, und Ni­co­las Jül­lich von der SG Son­nen­hof Groß­as­pach ge­gan­gen sein. Bei­de hat­ten Dais ih­re Zu­sa­ge ge­ge­ben, auch in Li­ga vier nach Mann­heim zu ge­hen. Der De­al kommt nicht zu­stan­de und der Trai­ner weiß war­um: der SVWGe­schäfts­füh­rer, der vor ei­nem Jahr von Han­sa Ros­tock in die Kur­pfalz kam, ha­be es nicht ge­schafft, Ver­trä­ge ab­zu­schlie­ßen. Dais be­nö­tigt sechs neue, „ge­stan­de­ne Spie­ler“, aber der Markt ist in­zwi­schen fast leer.

An­ge­sichts der per­so­nel­len Auf­rüs­tung bei den Kon­kur­ren­ten er­war­tet Dais har­te Zei­ten. Wer wie­der von Re­le­ga­ti­on re­de, ha­be die Zei­chen der Zeit nicht er­kannt. Sol­che Aus­sa­gen wer­tet Geld­ge­ber Beetz als „schwe­re Ent­glei­sung“und Preis­ga­be von In­ter­na. Sein Kommentar: Der Trai­ner soll trai­nie­ren. Denn um die Ka­der­pla­nung küm­mert sich in ers­ter Li­nie der Kon­troll­rat. Hier re­giert Beetz mit drei Sit­zen.

Ken­ner wis­sen: Es fehlt an per­sön­li­chen Ab­spra­chen un­ter vier Au­gen zwi­schen Sport­chef und Ge­schäfts­füh­rung – und an kla­ren Kom­pe­tenz­gren­zen. Im Prä­si­di­um fra­gen sich ei­ni­ge: Ha­ben wir den rich­ti­gen Ge­schäfts­füh­rer? Sei­ne Auf­ga­be sei es, neue Spon­so­ren zu fin­den, um dem Trai­ner den fi­nan­zi­el­len Rah­men für ei­nen auf­stiegs­taug­li­chen Ka­der zu ge­ben, heißt es. Auf die­sem Sek­tor ha­be man sich von Kompp mehr er­hofft als nur die Ver­län­ge­rung von Be­stands­ver­trä­gen mit Spon­so­ren.

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