Pforz­heim als Was­ser­sport-Pa­ra­dies?

Der neue Ver­ein „Black­fo­rest­wave“stellt sich mit ei­ner Som­mer­par­ty vor

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Phil­ipp Rohn

Als Sur­fer­pa­ra­dies gel­ten ne­ben Ha­waii und den Ba­ha­mas auch die In­sel Ba­li oder die wei­ten Strän­de der Al­gar­ve. Im Schwarz­wald hin­ge­gen war das Wel­len­rei­ten bis­her we­ni­ger prä­sent. Um das zu än­dern, grün­de­ten die Stu­den­ten Steffen Ro­se, Cle­mens Breck­le und Vi­vi­en Stra­ka von der Hoch­schu­le Pforz­heim den Ver­ein „Black­fo­rest­wave“ (zu Deutsch: „Schwarz­wald­wel­le“). Nicht nur der Ver­ein trägt die­sen Na­men, son­dern auch sein ers­tes Groß­pro­jekt: Ei­ne ste­hen­de Wel­le für Pforz­heim, ganz ähn­lich der Eis­bach­wel­le in Mün­chen.

Zu ei­nem gro­ßen Som­mer­fest mit dem Ti­tel „Slack­li­ne Event“lud der Ver­ein am Sams­tag auf den Wai­sen­haus­platz ein, um sich vor­zu­stel­len. An der Enz­pro­me­na­de konn­te nicht nur auf den straff ge­spann­ten Gur­ten über den Fluss ba­lan­ciert wer­den, auch Steh­pad­deln und Beach­vol­ley­ball reih­ten sich in das Ak­ti­vi­täts­an­ge­bot ein. Ne­ben­bei gab es Cock­tails und Live­mu­sik, die zum ge­müt­li­chen Ver­wei­len ein­lu­den. Bei mil­dem Som­mer­wet­ter fan­den sich über 1 500 Gäs­te ein.

„Pforz­heim hat mit sei­nen drei Flüs­sen ein Rie­sen­po­ten­zi­al für Was­ser­sport“, mein­te Ro­se. An­läss­lich ei­ner in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Pro­jekt­ar­beit als Ma­schi­nen­bau-Stu­dent ent­wi­ckel­te er ge­mein­sam mit sei­nem Kom­mi­li­to­nen Breck­le ein Kon­zept zu Er­schlie­ßung die­ser Mög­lich­kei­ten. Da­zu be­frag­ten sie über 400 Pforz­hei­mer zum The­ma. Ro­ses Freun­din schloss sich dem Pro­jekt schließ­lich an und brach­te ih­re Er­fah­rung als Ab­sol­ven­tin im Fach Mar­ke­ting mit ein. „Bei ei­nem ers­ten Tref­fen im Ca­fé Roland ha­ben wir ex­trem gu­tes Feed­back von an­de­ren Stu­den­ten be­kom­men“, so Ro­se wei­ter. „Wir be­schlos­sen da­her, den Ver­ein zu grün­den und un­se­re Plä­ne um­zu­set­zen.“Der lei­den­schaft­li­che Sur­fer und Was­ser­sport­ler kommt wie sei­ne Freun­din aus Strau­ben­hardt. Pforz­heims Flüs­se sei­en viel­fäl­tig und müss­ten bes­ser in das Stadt­le­ben in­te­griert wer­den, fin­den die Mit­glie­der von Black­fo­rest­wave.

Es ge­be so­wohl tie­fe, als auch fla­che Fluss­seg­men­te, schnel­le und lang­sa­me Strö­mung, so­wie den auf­ge­stau­ten Be­reich zwi­schen der Au­er­brü­cke und der Roß­brü­cke. Die­ser sei im Grun­de ein rie­si­ger Swim­ming­pool, um den an­de­re Städ­te Pforz­heim be­nei­den soll­ten, so Ro­se. Ide­en hat der 26-Jäh­ri­ge noch je­de Men­ge: Ein au­to­ma­ti­scher Pad­del­board-Verleih oder ge­führ­te Steh­pad­del­tou­ren, auch über Pforz­heim hin­aus, sei­en mög­lich. Was der Ver­ein da­zu noch brau­che, sei­en neue Mit­glie­der, in­ter­es­sier­te Bür­ger und Spon­so­ren.

Ei­ne en­ge Ko­ope­ra­ti­on ge­be es be­reits jetzt mit den Uni­ver­si­tä­ten in Karls­ru­he und Stutt­gart, den Stadt­wer­ken Pforz­heim, so­wie ver­schie­de­nen Un­ter­neh­men und dem Si­cher­heits­part­ner DLRG.

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PAD­DELN ÜBER DIE ENZ ist nur ei­ne von meh­re­ren Sport­ar­ten, die der Ver­ein „Black­fo­rest­wave“eta­blie­ren will. Fo­to: Wa­cker

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