Schmidt: Nach­hal­tig­keit für al­le Stu­den­ten The­ma

Pforz­hei­mer Pro­fes­sor nimmt an Ex­per­ten­work­shop teil

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFTSREGION -

Pforz­heim/Bo­lo­gna (PK). „Die Uni­ver­si­tä­ten der füh­ren­den In­dus­trie­län­der kön­nen ei­nen we­sent­li­chen Bei­trag leis­ten, wenn es um ei­ne lang­fris­ti­ge nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung der Ge­sell­schaft geht“: Die­ser Über­zeu­gung ist der Pforz­hei­mer Pro­fes­sor Ma­rio Schmidt vom In­sti­tu­te for In­dus­tri­al Eco­lo­gy (INEC), der jetzt an ei­nem Ex­per­ten­Work­shop zum G7-Um­welt­mi­nis­ter­tref­fen im ita­lie­ni­schen Bo­lo­gna teil­ge­nom­men hat. Er war als ei­ner von zwei deut­schen Ver­tre­tern vom Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­um ein­ge­la­den wor­den. Das Ziel „Nach­hal­tig­keit“dür­fe aber nicht nur Ge­gen­stand spe­zia­li­sier­ter Stu­di­en­gän­ge sein, son­dern müs­se in­te­gra­ler Be­stand­teil für al­le Stu­die­ren­den wer­den. Durch For­schung, Ent­wick­lung von pra­xis­na­hen Lö­sun­gen so­wie Aus­tausch mit der Wirt­schaft und an­de­ren ge­sell­schaft­li­chen Grup­pen, könn­ten Uni­ver­si­tä­ten die nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung ent­schei­dend för­dern, schreibt die Hoch­schu­le Pforz­heim zum Er­geb­nis des Ex­per­ten-Work­shops.

„Es gab kei­nen Dis­sens über die Be­deu­tung der Nach­hal­tig­keit. Selbst das The­ma Kli­ma­schutz war un­ter den Uni­ver­si­täts­ver­tre­tern nicht strit­tig, da die Uni­ver­si­tä­ten al­le vor den glei­chen Her­aus­for­de­run­gen ste­hen“, so Schmidt. Es gel­te zu klä­ren, wie Nach­hal­tig­keit ver­mit­telt wer­den kann.

Die Ex­per­ten­run­de sei zu dem Schluss ge­kom­men, dass das The­ma Nach­hal­tig­keit in der aka­de­mi­schen Welt schwie­rig um­zu­set­zen sei, da sie pro­blem­ori­en­tiert ist und auf vie­le ver­schie­de­ne Wis­sens­be­rei­che zu­rück­grei­fen müs­se. Das er­for­de­re ei­ne über­grei­fen­de Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Na­tur­wis­sen­schaft­lern, In­ge­nieu­ren, So­zi­al- und Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten und vie­len wei­te­ren Wis­sen­schafts­be­rei­chen. „Ge­ra­de die­se in­ter­dis­zi­pli­nä­re Ver­net­zung ist von der Ex­per­ten­grup­pe ge­for­dert, da Uni­ver­si­tä­ten meist nach Fach­dis­zi­pli­nen ge­glie­dert sind.“Die Ver­net­zung müs­se aber nicht nur in den Hör­sä­len er­fol­gen, son­dern ver­schie­de­ne An­spruchs­grup­pen und die Zi­vil­ge­sell­schaft ein­be­zie­hen. Ein ge­flü­gel­tes Wort da­zu sei „Li­ving Labs“ge­we­sen: Uni­ver­si­tä­ten er­pro­ben da­bei rea­li­täts­nah Maß­nah­men, die den Um­welt- und Kli­ma­schutz so­wie die Nach­hal­tig­keit vor­an­brin­gen.

„Fach­über­grei­fen­de Zu­sam­men­ar­beit nö­tig“

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