Wachs­tum bis über die Hal­len­de­cke

Hart­mann & Kö­nig baut Fir­men-Stand­ort aus

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFT - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Ekart Kin­kel

Gr­a­ben-Neu­dorf. Die Bau­ar­bei­ten für die zwei­teneu­eMon ta­ge hal­le des L ei tungs trom­mel pro­du­zen­ten Hart mann& Kö­nig Strom­zu­füh­rungs AG lie­gen mitt­ler­wei­le in den letz­ten Zü­gen. Noch in die­sem Herbst sol­len dort die ers­ten Mo­tor­trom­meln her­ge­stellt wer­den. Rund fünf Mil­lio­nen Eu­ro hat das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men in den Baud er bei­den Hal­len zur Er­wei­te­rung der Pro­dukt ions flä­che von 4200 auf über 7000 Qua­drat­me­tern in­ves­tiert. Künf­tig kön­nen dort Trom­meln mit ei­nem Durch­mes­ser bis zu neun Me­ter ge­fer­tigt wer­den. „Das war in den bis­he­ri­gen Hal­len we­gen der zu ge­rin­gen De­cken hö­he lei­der nicht mög­lich “, sagt Un­ter­neh­mens vor­stand P et erGros­se.

Auch sonst ste­hen die Zei­chen beim Tra­di­ti­ons­unt er neh­men ganz klar auf Wachs­tum: „Der­zeit wol­len wir un­se­re Ak­ti­vi­tä­ten auf dem asia­ti­schen Markt aus­bau­en“, gibt Grosse die Mar­sch­rich­tung für die kom­men­den Jah­re vor, und da­für soll auch die Be­leg­schaft in Gr­a­ben-Neu­dorf von der­zeit 155 Mit­ar­bei­tern in Pro­duk­ti­on, Ent­wick­lung und Ver­wal­tung suk­zes­si­ve ver­grö­ßert wer­den. An der Fir­men­phi­lo­so­phie wer­de sich aber trotz des an­ge­streb­ten „mo­de­ra­ten Wachs­tums“von jähr­lich fünf bis zehn Pro­zent auch künf­tig nichts än­dern. „Wir sind ein Ni­schen­un­ter­neh­men und müs­sen mit Qua­li­tät über­zeu­gen“, stellt Grosse klar.

Gro­ße Kun­den wie John Dee­re oder Lieb­herr be­lie­fert Hart­mann & Kö­nig seit vie­len Jah­ren mit Mo­tor­lei­tungs­trom­meln für die Strom- und Da­ten­ver­sor­gung so­wie den ein­ge­bau­ten Schleif­ring­kör­pern für die er­for­der­li­che Über­tra­gung von Ener­gie und Da­ten. Wich­ti­ge Grün­de für die der­zeit gu­ten Ge­schäf­te des Gr­a­ben-Neu­dor­fer Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­mens sind für Grosse die zu­neh­men­de Elek­tri­fi­zie­rung und Di­gi­ta­li­sie­rung in der Ma­schi­nen­bau­bran­che. „Bei ex­trem gro­ßen und leis­tungs­star­ken Bag­gern und Krä­nen ge­lan­gen Ak­kus für den Be­trieb der Elek­tro­mo­to­ren schnell an ih­re Gren­zen“, weiß Grosse. Des­halb sei­en die spe­zi­el­len Strom­lei­tungs­trom­meln aus dem Hau­se Hart­mann & Kö­nig für den Ein­satz im Ge­län­de mit ei­ner de­fi­nier­ten Nutz­flä­che wie Schrott­plät­zen, Gru­ben oder Con­tai­ner­hä­fen ein über­aus ge­frag­tes Zu­be­hör – und die bes­te Al­ter­na­ti­ve für den kraft­stoff­in­ten­si­ven Ein­satz von die­sel­ge­trie­be­nen

Kun­den von Lieb­herr bis zu John Dee­re

Bau­ma­schi­nen. „Da blei­ben die Ka­bel zur Strom­ver­sor­gung im­mer ge­spannt auf dem Bo­den lie­gen und wer­den bei Be­darf au­to­ma­tisch aus- oder ein­ge­rollt“, be­tont Grosse. Auch bei der Da­ten­über­tra­gung sei­en Lei­tungs­trom­meln der­zeit noch die bes­te Lö­sung. Der Grund: In In­dus­trie­an­la­gen mit vie­len hoch­en­er­ge­ti­schen Ver­brau­chern ist ei­ne Über­tra­gung der Da­ten über Funk­net­ze zu stör­an­fäl­lig.

Bei der Ent­wick­lung und Her­stel­lung der Spe­zi­al­trom­meln ist trotz der teil­wei­se ge­wal­ti­gen Di­men­sio­nen je­doch Prä­zi­si­on Trumpf. Das Bie­gen und Ver­schwei­ßen der Stahl­bau­tei­le zu den Trom­meln geht eben­so in den Mon­ta­ge­hal­len im Neu­dor­fer In­dus­trie­ge­biet über die Büh­ne wie die Ent­wick­lung und Her­stel­lung der kom­ple­xen Schleif­ring­kör­per so­wie der Ein­satz von Spul­vor­rich­tun­gen zum prä­zi­sen Auf- und Ab­wi­ckeln der Lei­tun­gen. „Auch die Lang­le­big­keit un­se­rer Bau­tei­le spielt ei­ne wich­ti­ge Rol­le“, sagt Grosse. Denn ein Schau­fel­rad­bag­ger oder ein mo­bi­ler Las­ten­kran sei­en „im­men­se In­ves­ti­tio­nen“. De­ren auf vie­le Jah­re aus­ge­leg­te Le­bens­dau­er dür­fe nicht von ei­nem Bau­teil wie ei­ner Lei­tungs­trom­mel ab­hän­gen.

Bei den klei­ne­ren Fe­der­lei­tungs­trom­meln ist bei Hart­mann & Kö­nig da­ge­gen vor al­lem Ge­schwin­dig­keit Trumpf. Spä­tes­tens 48 St­un­den nach dem Ein­gang ei­ner Be­stel­lung wird das ge­wünsch­te Pro­dukt ge­lie­fert. „Die­sen Ser­vice wis­sen un­se­re Kun­den zu schät­zen“, so Grosse.

Der Stand­ort im nörd­li­chen Land­kreis Karlsruhe ste­he we­der heu­te noch in Zu­kunft zur De­bat­te. Be­reits kurz vor der Jahr­tau­send­wen­de wur­de mit dem Bau des heu­ti­gen Fir­men­sit­zes die ent­schei­den­de Wei­che für ei­nen dau­er­haf­ten Ver­bleib in Gr­a­ben-Neu­dorf ge­stellt. „Vie­le Mit­ar­bei­ter hal­ten uns seit Jah­ren die Treue und tra­gen maß­geb­lich zum Un­ter­neh­mens­er­folg bei“, so Grosse. We­gen der gu­ten Ver­net­zung mit Hoch­schu­len und Kam­mern so­wie der Ein­bin­dung in die Tech­no­lo­gie­re­gi­on Karlsruhe könn­ten auch im­mer wie­der kom­pe­ten­te neue Mit­ar­bei­ter aus der Re­gi­on ge­won­nen wer­den.

GROSSE STROM­LEI­TUNGS­TROM­MELN sind ei­nes der Mar­ken­zei­chen von Hart­mann & Kö­nig in Gr­a­ben-Neu­dorf. Vor­stands­chef Pe­ter Grosse be­fin­det sich mit dem Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men auf Wachs­tums­kurs. Fo­to: eki

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