Ent­täu­schung über Be­hör­den

Ver­tre­ter der CDU-Kreis­tags­frak­ti­on ma­chen sich in Ei­sin­gen ein Bild von der Lärm­be­läs­ti­gung

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Ni­co Rol­ler

Ei­sin­gen. Das The­ma Lärm steht in Ei­sin­gen nach wie vor ganz oben auf der po­li­ti­schen Agen­da. Das wur­de ges­tern bei ei­nem Orts­ter­min deut­lich, zu dem die Ei­sin­ger CDU-Ge­mein­de­rats­frak­ti­on ei­ni­ge Ver­tre­ter der CDU-Kreis­tags­frak­ti­on ein­ge­la­den hat­te. Im Kern ging es da­bei um den Lärm­ak­ti­ons­plan, den der Ge­mein­de­rat be­reits En­de April ein­stim­mig ver­ab­schie­det hat­te. Die­ser sieht un­ter an­de­rem ei­ne Re­du­zie­rung der Ge­schwin­dig­keit auf 30 Ki­lo­me­ter pro St­un­de in der St­ei­ner Stra­ße ab der Haus­num­mer 53 bis zu der Ein­mün­dung

Lärm durch ge­pflas­ter­te Rin­nen

der We­ber­stra­ße in die Pforz­hei­mer Stra­ße so­wie in der Tal­stra­ße ab der Ein­mün­dung der Lan­des­stra­ße 621 bis zu der Ein­mün­dung der Hir­ten­stra­ße vor. Wenn es nach dem Land­rats­amt geht, soll die Tem­po-30-Zo­ne aber nicht ganz so groß aus­fal­len. In ei­ner in­zwi­schen ab­ge­ge­be­nen Stel­lung­nah­me des Land­rats­amts wird Tem­po 30 in der St­ei­ner Stra­ße und der sich an­schlie­ßen­den Pforz­hei­mer Stra­ße nur für den Be­reich zwi­schen der Ein­mün­dung der Wie­sen­stra­ße und der Ein­mün­dung der We­ber­stra­ße vor­ge­schla­gen. Man sei un­zu­frie­den mit die­ser Stel­lung­nah­me, sag­te der Ei­sin­ger CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Hans Theo Schwei­gert. Über­haupt füh­le man sich von den Be­hör­den schlecht un­ter­stützt. In an­de­ren Land­krei­sen sei ei­ne Be­gren­zung der Ge­schwin­dig­keit auf 30 Ki­lo­me­ter pro St­un­de in den Orts­durch­fahr­ten üb­lich. Es hand­le sich da­bei um ei­ne kos­ten­güns­ti­ge Mög­lich­keit, den Lärm zu re­du­zie­ren, so Schwei­gert.

Der Enz­kreis tue sich schwer mit der Ein­rich­tung von Tem­po-30-Zo­nen, be­stä­tig­te Gün­ter Bäch­le, CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der im Kreis­tag. Zu­sam­men mit sei­nen Kol­le­gen Udo Mack und Kurt Ebel ließ er sich von Schwei­gert die neur­al­gi­schen Punk­te in der St­ei­ner Stra­ße zei­gen. Bei dem Orts­ter­min kam Schwei­gert auch auf die Si­tua­ti­on an den Orts­aus­gän­gen in Rich­tung St­ein und Kie­sel­bronn zu spre­chen. Hier for­dert sei­ne Frak­ti­on, die Ge­schwin­dig­keit bis zum En­de der seit­li­chen Be­bau­ung auch au­ßer­orts nach dem Orts­schild auf 50 Ki­lo­me­ter pro St­un­de zu re­du­zie­ren. Die­ser Maß­nah­me hat­te der Ge­mein­de­rat En­de April eben­falls zu­ge­stimmt.

Es sei wich­tig, die Ge­schwin­dig­keits­be­gren­zung durch mo­bi­le und sta­tio­nä­re Ra­dar­fal­len zu über­wa­chen, da­mit die Tem­po­li­mits auch tat­säch­lich ein­ge­hal­ten wer­den, sag­te Ei­sin­gens Bür­ger­meis­ter Tho­mas Karst, der eben­falls an dem Orts­ter­min teil­nahm.

Der Schul­tes kam au­ßer­dem auf die ge­pflas­ter­ten Rin­nen an den Rän­dern der St­ei­ner Stra­ße zu spre­chen. Ge­ra­de wenn Schwer­last­ver­kehr dar­über fah­re, wür­den sie für ei­ne ho­he Lärm­be­las­tung sor­gen, so Karst. Teil­wei­se sei­en sie auch bau­lich in kei­nem gu­ten Zu­stand mehr. Mit­te Ju­li will der Ei­sin­ger Rat­haus­chef bei ei­nem Um­set­zungs­ge­spräch Ver­tre­tern des Land­rats­amts die Mög­lich­keit ge­ben, sich vor Ort selbst ein Bild von der Si­tua­ti­on zu ma­chen. Karst sag­te, man kön­ne das Pro­blem zwar nicht von heu­te auf mor­gen lö­sen, aber man müs­se dran blei­ben. Den Ver­kehr kön­ne man zwar nicht re­du­zie­ren, aber den da­durch ent­ste­hen­den Lärm. Bäch­le und sei­ne Frak­ti­ons­kol­le­gen aus dem Kreis­tag sag­ten, sie woll­ten die an­ge­spro­che­nen The­men auf­grei­fen.

Wei­te­res The­ma beim Orts­ter­min war der Zu­stand der Lan­des­stra­ße 621 zwi­schen Ei­sin­gen und St­ein. Kri­tik wur­de vor al­lem an der Qua­li­tät der punk­tu­el­len In­stand­set­zungs­ar­bei­ten ge­übt, die En­de 2015 vor­ge­nom­men wur­den.

VIE­LE EI­SIN­GER BÜR­GER nutz­ten ges­tern die Ge­le­gen­heit, um die an­we­sen­den Kreis­rä­te auf das The­ma Lärm in der St­ei­ner Stra­ße auf­merk­sam zu ma­chen. Fo­to: Rol­ler

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