HRK holt Bron­ze­ball heim

Se­ri­en­meis­ter er­leich­tert nach schwie­ri­gen Mo­na­ten

Pforzheimer Kurier - - DEUTSCHES RUGBYFINALE -

Spie­ler und Ver­ant­wort­li­che des Hei­del­ber­ger Ru­der­klubs re­agier­ten auf den 39:35-Sieg über Ti­tel­ver­tei­di­ger TV Pforz­heim im End­spiel der deut­schen Rug­by-Meis­ter­schaft mit über­schäu­men­der Freu­de und er­kann­ten die groß­ar­ti­ge Leis­tung der Pforz­hei­mer in fai­rer Wei­se an. „Wir ha­ben drei­zehn Mo­na­te lang auf die­ses Spiel hin­ge­ar­bei­tet und ei­nen wirk­lich star­ken Geg­ner be­siegt“, stell­te Trai­ner Pie­ter Jor­da­an nach dem 13. Ti­tel­ge­winn des äl­tes­ten deut­schen Rug­by­ver­eins fest.

HRK-Prä­si­dent Micha­el Stitt­gen, ein vom Rug­by­spiel zu­neh­mend be­geis­ter­ter Ru­de­rer, stöhn­te nach dem Schluss­pfiff von Schieds­rich­ter Dan Maughn: „Die­se Mann­schaft macht mich im­mer wie­der fer­tig. Im letz­ten Jahr der Kri­mi von Heu­sen­stamm, nun die­ses Spiel! Ich bin froh, dass die Spie­ler dies­mal in der Schluss­pha­se das Rich­ti­ge ge­tan und den Sieg über die Zeit ge­ret­tet ha­ben. Es war kein Spiel für Fans mit schwa­chen Ner­ven.“Hei­del­bergs Rug­by-Ab­tei­lungs­lei­ter To­bi­as En­gels, der die Chan­cen vor­her mit 50:50 be­zif­fert hat­te, fand das Match so­gar „noch span­nen­der als im letz­ten Jahr“und freu­te sich „vor al­lem für Pie­ter“. Der Trai­ner hat­te das HRK-Team 2015 von Na­tio­nal­trai­ner Ko­bus Pot­gie­ter über­nom­men und gleich das Fi­na­le 2016 ver­lo­ren. Pot­gie­ter, der dem End­spiel 2017 ganz ent­spannt in Shorts und Flip-Flops zu­schau­te, sprach von ei­nem „sehr en­gen Spiel, das schön an­zu­schau­en war. Es war bis zur letz­ten Mi­nu­te of­fen“.

In Su­per­la­ti­ven schwelg­te Klaus Blank, der Prä­si­dent des Deut­schen Rug­by-Ver­ban­des (DRV), der den Lor­beer­kranz an HRK-Ka­pi­tän Ke­ho­ma Bren­ner über­reich­te: „Es war ein Su­per­spiel, wirk­lich, ein Su­per­spiel.“

Bren­ner, der sein Rug­by als Sie­ben­jäh­ri­ger auf dem Hei­del­ber­ger Box­berg beim le­gen­dä­ren neu­see­län­di­schen Trai­ner Bru­ce Kerr er­lernt hat­te, sprach dem ver­an­stal­ten­den RK Ber­lin ein Kom­pli­ment aus. Mit den Leis­tun­gen sei­nes Teams war er „nach der ers­ten Halb­zeit un­zu­frie­den, da­nach aber sehr zu­frie­den. Wir ha­ben ei­ne kom­pli­zier­te Sai­son zu ei­nem gu­ten En­de ge­führt. Der bron­ze­ne Rug­by­ball ist wie­der da­heim – was will man mehr?“, spiel­te er auf die Sie­ger­tro­phäe für den Meis­ter an. Karl Berg

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