Ein au­ßer­ge­wöhn­li­cher Got­tes­dienst

„Kir­che An­ders:“Tän­ze­rin­nen und Tän­zer der Tanz­schu­le Saum­we­ber-Fi­scher zei­gen Street­dance

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Ina Zan­tow

In der Bahn­hofs­hal­le herrsch­te ei­ne son­der­ba­re Be­trieb­sam­keit. Men­schen lie­fen zu den Bahn­stei­gen, zum Aus­gang oder war­te­ten. War­te­ten auf was? Am Sams­tag­abend fand erst­mals im Haupt­bahn­hof ein au­ßer­ge­wöhn­li­cher Got­tes­dienst, der von Tän­ze­rin­nen und Tän­zern der Tanz­schu­le Saum­we­berFi­scher un­ter­stützt wur­de, statt. Un­ter dem Mot­to „Kir­che An­ders“lu­den die Öku­me­ni­sche Ci­ty­kir­che und die Alt­stadt­ge­mein­de mit ih­rem Team um Pfar­re­rin Mar­ti­na Wal­ter und Pfar­re­rin

Er­grei­fen­de Ge­schich­te zwei­er Ju­gend­li­cher

Hei­ke Reis­ner-Baral Men­schen ein, ih­ren All­tag für ei­ne kur­ze Zeit zu un­ter­bre­chen.

Mit Im­pul­sen ganz im Sin­ne von Mar­tin Lu­ther und ei­nem Show­pro­gramm mit ver­schie­de­nen Hip-Hop-Tän­zen wur­de das Le­ben, ein Ge­schenk Got­tes, kurz­wei­lig be­trach­tet. Da­zu brau­che es kein di­ckes Bank­kon­to, viel­mehr rei­che es schon aus, ein Klei­dungs­stück zu spen­den, ei­ner Per­son im Bus ein Platz an­zu­bie­ten oder ei­ner ge­schei­ter­ten Be­zie­hung zu neu­em Le­ben zu ver­hel­fen.

Mit ei­ner er­grei­fen­den Ge­schich­te zwei­er Ju­gend­li­cher mach­ten die Initia­to­ren auf­merk­sam auf das The­ma Ge­walt und Ver­söh­nung. „Mein bes­ter Freund hat mir das Le­ben ge­ret­tet.“Um die­se Wor­te nicht vom Win­de ver­we­hen zu las­sen, wur­den sie in ei­nen St­ein ein­ge­ritzt. Ein Im­puls, der aus dem Her­zen kommt und zu Her­zen geht. Zwi­schen den be­we­gen­den Wor­ten bril­lier­ten im­mer wie­der die 60 Hip-Hop-Tän­ze­rin­nen und Tän­zer, im Al­ter zwi­schen acht und 27 Jah­ren, mit be­ein­dru­cken­der Rhyth­mik, Ko­or­di­na­ti­on und Schnel­lig­keit.

Sie zeig­ten Ele­men­te des Street Dan­ce, kom­bi­niert mit spe­zi­el­len Pop­ping- und Lo­cking Be­we­gun­gen.

Im Wei­te­ren wur­de das „Va­ter un­ser“im ge­spiel­ten Dia­log zwi­schen Gott und Mensch aus der Sicht jun­ger Men­schen be­leuch­tet. Ge­ra­de Ju­gend­li­che ha­ben dies­be­züg­lich vie­le Fra­gen, die ei­ner ver­ständ­li­chen Ant­wort be­dür­fen, wis­sen die bei­den Pfar­re­rin­nen. Ent­spre­chen­de Im­pul­se blie­ben nicht aus. Sie be­rühr­ten die Ernst­haf­tig­keit des jun­gen Be­ters und zeig­ten ei­nen Weg auf, wie der Fra­gen­de ein wahr­haf­ti­ger Bot­schaf­ter im Reich Got­tes wer­den kön­ne.

Mit ei­nem Se­gens­wort en­de­te der Got­tes­dienst, der für die Hip-Hop­per ei­ne Ge­ne­ral­pro­be war. Be­reits am nächs­ten Tag zeig­ten sie ihr Kön­nen bei der süd­west­deut­schen Meis­ter­schaft in Wein­heim.

RHYTH­MIK, KO­OR­DI­NA­TI­ON UND SCHNEL­LIG­KEIT: Ei­nen et­was an­de­ren Got­tes­dienst gab es am Sams­tag­abend im Pforz­hei­mer Haupt­bahn­hof zu er­le­ben. Fo­to: Eh­mann

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