Dietrich Pilz ist neu­er Vor­sit­zen­der

Stadt­syn­ode in Pforz­heim hat ge­wählt

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Birgit Metz­baur

Seit Sams­tag hat die Stadt­syn­ode der evan­ge­li­schen Kir­che in Pforz­heim wie­der ei­nen Vor­sit­zen­den. Am sym­bol­träch­ti­gen Jo­han­nis­tag, sechs Mo­na­te vor Heilig Abend, wähl­ten die De­le­gier­ten im Ge­mein­de­zen­trum Son­nen­hofSon­nen­berg Dietrich Pilz zu ih­rem Vor­sit­zen­den. Not­wen­dig wur­de die Wahl, weil Chris­toph Mähr­lein vor ei­nem hal­ben Jahr den Stadt­syn­odeVor­sitz auf­grund sei­ner zeit­li­chen Ar­beits­be­las­tung ab­ge­ge­ben hat­te. Pfar­re­rin Ruth Na­ka­te­nus und Jörg Pai­ler, sei­ne Stell­ver­tre­ter, hat­ten in der Zwi­schen­zeit die Ge­schäf­te der Stadt­syn­ode kom­mis­sa­risch ge­führt.

Pilz, Di­plom-So­zi­al­wirt und Va­ter von zwei Töch­tern, ist eh­ren­amt­lich in der Stadt­kir­chen­ge­mein­de und als Vor­sit­zen­der des Auf­sichts­ra­tes der Dia­ko­nie Pforz­heim en­ga­giert. In sei­ner Be­wer­bungs­re­de er­klär­te Pilz, sein Wunsch sei „die Kir­che le­ben­dig zu hal­ten und zu gestal­ten“. Von klein an ha­be er die evan­ge­li­sche Kir­che als of­fen und den Men­schen zu­ge­wandt er­lebt. In sei­nem neu­en Amt wol­le er mit den an­de­ren Syn­oda­len ge­mein­sam „die­sen Weg wei­ter­ge­hen und für Schwä­che­re ein­tre­ten“. 36 der 45 an­we­sen­den De­le­gier­ten ga­ben ihm ih­re Ja-Stim­men.

Sehr er­leich­tert zeig­ten sich die De­le­gier­ten der Ge­mein­de Dill­wei­ßen­stein, dass die Stadt­syn­ode oh­ne Ge­gen­stim­me den Be­schluss zum Um­bau der Heilig-Geist-Kir­che fass­te. „Über 15 Jah­re und un­zäh­li­ge Sit­zun­gen“sei­en vor­aus­ge­gan­gen, jetzt sei man „be­reit, vor­an zu ge­hen und auch mal Din­ge zu ma­chen, die nicht po­pu­lär sind,“er­klär­te Frank Ber­ger (Syn­oda­ler aus Dill­wei­ßen­stein). Die Kir­che soll Sa­ni­tär­räu­me er­hal­ten, im hin­te­ren Drit­tel soll ein se­pa­rat be­heiz­ba­rer Grup­pen­raum ent­ste­hen und die Em­po­re durch ei­ne neue, grö­ße­re er­setzt wer­den. Ei­ne gro­ße Or­gel ist nicht mehr vor­ge­se­hen. „Wir träu­men von ei­nem Flü­gel.“Der Kir­chen­raum soll künf­tig so ein­ge­rich­tet wer­den, dass er auch oh­ne das still­ge­leg­te Ge­mein­de­zen­trum fle­xi­bel und mul­ti­funk­tio­nal ge­nutzt wer­den kann. Das kom­me auch dem bis­her schon star­ken Kul­tur­an­ge­bot der Ge­mein­de ent­ge­gen. „Ihr seid die Vor­rei­ter, um Kir­chen zu ei­ner wirk­li­chen Be­geg­nungs­stät­te über die Sams­tag­aben­de und Sonn­ta­ge hin­aus

Heilig-Geist-Kir­che: Um­bau be­schlos­sen

zu ma­chen,“lob­te die In­te­rims­vor­sit­zen­de Ruth Na­ka­te­nus.

Wei­te­re Im­mo­bi­li­en-The­men der Syn­ode be­tra­fen die Be­auf­tra­gung der Ar­chi­tek­ten La­mott & La­mott mit der Vor­pla­nung und Kos­ten­schät­zung für das neue In­nen­stadt­zen­trum. Nach Über­prü­fung der Kos­ten­schät­zung durch die bau­be­glei­ten­de Kom­mis­si­on sol­le die Aus­füh­rungs­pla­nung er­fol­gen. Das Ge­mein­de­haus Alt­stadt soll als Wohn­raum um­ge­stal­tet wer­den. Die Syn­ode be­schloss die Fi­nan­zie­rung da­für vor­be­rei­ten­der Maß­nah­men eben­so wie die Fi­nan­zie­rungs­an­tei­le zur Um­ge­stal­tung der Schloss­kir­che St. Micha­el. Das Pfarr­haus Bu­cken­berg wird nach Aus­zug des im De­zem­ber in Ru­he­stand ge­hen­den Pfar­rers, Bern­hard Wür­fel, ver­kauft. Als Nach­fol­ge­rin von Andrea Pfrom­mer wähl­te die Stadt­syn­ode Dag­mar Raff, für die Re­gi­on West in den Stadt­kir­chen­rat. Be­kannt ge­ge­ben wur­de, dass die auf Initia­ti­ve der lan­des­kirch­li­chen Ein­rich­tun­gen im Mai neu ein­ge­rich­te­te Seel­sor­ge­ein­heit im Ab­schie­be­ge­fäng­nis von 15 Pro­zent ei­ner Ar­beits­stel­le ab Sep­tem­ber auf 25 Pro­zent auf­ge­stockt wird. Als evan­ge­li­scher Seel­sor­ger ist dort Pfar­rer Andre­as Quincke tä­tig.

FREU­DE ÜBER DAS WAH­L­ER­GEB­NIS: Jörg Pai­ler, Ruth Na­ka­te­nus (von links) und Chris­tia­ne Quincke (rechts) gra­tu­lie­ren dem neu ge­wähl­ten Syn­oden-Vor­sit­zen­den Dietrich Pilz (Zwei­ter von rechts). Fo­to: Eh­mann

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