Mee­re und Koral­len im Blick

MS Wis­sen­schaft zu Gast beim Ha­fen­kul­tur­fest / Mu­sik be­geis­ter­te

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE -

Wenn man an ei­nen Ha­fen denkt, ge­hört ei­ne Mö­we ein­fach da­zu. Wenn ein Ha­fen ein gro­ßes Fest fei­ert, dann dür­fen es auch ger­ne zwei sein. Und trotz­dem sa­hen sich die bei­den wei­ßen Vö­gel, die am Sams­tag wäh­rend des Ha­fen­kul­tur­fests für ma­ri­ti­mes Flair sorg­ten, star­ker ge­fie­der­ter Kon­kur­renz ge­gen­über: Am Ein­gang zu Ha­fen­ge­län­de grüß­ten näm­lich die quietsch­gel­ben En­ten, die vom im Ju­li an­ste­hen­den Karls­ru­her En­ten­ren­nen kün­de­ten, al­le Be­su­cher und zo­gen de­ren Bli­cke auf sich.

Der Stand der Or­ga­ni­sa­to­ren des tie­ri­schen Wett­streits war beim Ha­fen­kul­tur­fest nur ei­ner von vie­len auf ei­ner Fest­mei­le, die sich über ei­nen Groß­teil des Rhein­ha­fen­ge­län­des er­streck­te und für Groß und Klein ei­ne Men­ge zu bie­ten hat­te: Ku­li­na­ri­sche Le­cke­rei­en, mo­bi­le Spiel­ak­tio­nen für die Kin­der, fa­bel­haft-bun­te Gestal­ten auf Stel­zen und ei­ne gro­ße Viel­falt an Mu­sik bil­de­ten den Rah­men für ein Fest, das ganz of­fen­kun­dig ei­nen fes­ten Platz in den Her­zen und Ter­min­ka­len­dern der Be­völ­ke­rung hat. Ha­fen­che­fin Patri­cia Erb-Korn und ihr Team scheu­ten auch in die­sem Jahr kei­ne Mü­hen, um das Ha­fen­kul­tur­fest zu ei­nem span­nen­den Ziel für die gan­ze Fa­mi­lie zu ma­chen. „Wir ver­su­chen stets, die Ba­lan­ce zwi­schen Alt­be­währ­tem und Neu­em zu fin­den“, be­stä­tig­te Na­di­ne Bau­er, die das Fest mit­or­ga­ni­sier­te.

„Un­se­re Gäs­te wol­len sich hier wohl­füh­len – das ge­lingt nur, wenn man ih­nen bie­tet, was sie er­war­ten, und zu­gleich auch im­mer wie­der Über­ra­schung pa­rat hat.“

Ei­ne die­ser Über­ra­schun­gen, die sich als ech­tes High­lights des dies­jäh­ri­gen Ha­fen­kul­tur­fests er­wies, war die MS Wis­sen­schaft, die im Ha­fen ge­an­kert hat­te und den Be­su­chern ei­ne spek­ta­ku­lä­re Aus­stel­lung un­ter dem Mot­to „Mee­re und Ozea­ne“zeig­te.

Im Rumpf des ehe­ma­li­gen Frach­ters konn­te man mit Hil­fe von 3-D-Bril­len zu ei­nem Koral­len­riff hin­ab­tau­chen, ein Tief­see-Ki­no be­su­chen und mit Hil­fe von Com­pu­ter­ani­ma­tio­nen ver­schie­de­ne Le­bens­räu­me wie Küs­te, Hoch­see, Tief­see und Eis­meer ent­de­cken.

Auch das Ha­fen­ge­län­de selbst konn­te na­tür­lich ent­deckt wer­den: Der Tra­di­ti­on fol­gend, durf­ten die Be­su­cher es bei ei­ner Ha­fen­rund­fahrt auf dem Fahr­gast­schiff MS Karls­ru­he, ei­ne Um­run­dung im his­to­ri­schen, dampf­be­trie­be­nen Bahn­wa­gen oder so­gar aus luf­ti­ger Hö­he vom He­li­ko­pter oder dem Te­le­skop­kran aus er­kun­den und un­ge­wöhn­li­che Ein­bli­cke erlangen.

Ei­ne be­son­ders wich­ti­ge Rol­le spiel­te beim Ha­fen­kul­tur­fest auch in die­sem Jahr die Mu­sik: Tags­über gab es im Fest-Pa­vil­lon tra­di­tio­nel­le See­manns­lie­der von Ak­kor­de­on­or­ches­tern, Mu­sik­ver­ei­nen, Blas­mu­si­kan­ten und Shan­ty-Chö­ren. An den Aben­den wur­de die schwim­men­de See­büh­ne von Amy Sue&Fri­ends und Soul-On ge­rockt. Doch ganz egal, ob klas­sisch oder mo­dern – die At­mo­sphä­re im Rhein­ha­fen ist in je­dem Fall im­mer wie­der ein Ge­nuss für Ak­teu­re und Be­su­cher glei­cher­ma­ßen. Katja Stieb

Qu­iet­sche­en­ten steh­len Mö­wen die Schau

SCHIL­LERN­DE GESTAL­TEN auf Stel­zen ge­hör­ten zu den Hin­gu­ckern beim Ha­fen­kul­tur­fest. Fo­to: jo­do

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