Zu­stand der El­be

Pforzheimer Kurier - - WISSENSCHAFT -

Noch vor 15 Jah­ren war das Schwim­men in der El­be un­denk­bar – heu­te hat sie an vie­len Stel­len wie­der Ba­de­was­ser­qua­li­tät. Si­cher­stel­len lässt sich die­se nur durch dau­er­haf­te Über­wa­chung und Maß­nah­men, dank de­rer we­ni­ger Schad­stof­fe ins Was­ser ge­lan­gen. Die ho­he Be­deu­tung der Was­ser­qua­li­tät des Flus­ses steht nun im Fo­kus ei­nes 575 Ki­lo­me­ter lan­gen Schwimm­wett­be­werbs, den auch Ex­per­ten des KIT wis­sen­schaft­lich be­glei­ten. Bis zum 12. Ju­li le­gen die Schwim­mer zwi­schen Bad Schan­dau und Geest­hacht je­weils ei­ne Etap­pe von zwei Ki­lo­me­tern zu­rück. Das For­schungs­team nimmt von ei­nem Be­gleit­boot aus durch­ge­hend Mes­sun­gen der Was­ser­qua­li­tät vor, die sie durch punk­tu­el­le Was­ser­pro­ben er­gän­zen. Die KIT-For­scher ha­ben neue Mess­me­tho­den zur Über­wa­chung der Was­ser­qua­li­tät ent­wi­ckelt, die sie nun auch in der El­be ein­set­zen. Aus den ge­sam­mel­ten Da­ten wer­den zwei­di­men­sio­na­le Kar­ten er­stellt, die den Ge­wäs­ser­zu­stand um­fas­send be­schrei­ben. Die For­scher wol­len au­ßer­dem her­aus­fin­den, wel­che lo­ka­len Ein­flüs­se – zum Bei­spiel die Städ­te Dres­den und Mag­de­burg so­wie aus­ge­präg­te land­wirt­schaft­li­che Flä­chen – sich auf die Was­ser­qua­li­tät des Flus­ses aus­wir­ken, um dar­aus ein Kon­zept zur Ver­bes­se­rung des Zu­stan­des und für die Ent­wick­lung ei­nes Früh­warn­sys­tems für aku­te Be­las­tun­gen der El­be und an­de­rer Ge­wäs­ser zu ent­wi­ckeln. BNN

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