„Ope­ra­ti­on am of­fe­nen Her­zen“

En­de Ju­li be­ginnt der zwei­te Bau­ab­schnitt bei der Ge­ne­ral­sa­nie­rung des Fä­cher­bads

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE -

eki. Seit Be­ginn der Schön­wet­ter­pha­se ist das Schie­be­dach des Ca­brio-Be­ckens im Fä­cher­bad fast je­den Tag kom­plett ge­öff­net, an den be­su­cher­stärks­ten Ta­gen zo­gen über 1 000 Schwim­mer ih­re Bah­nen un­ter blau­em Him­mel. Wer noch in den Ge­nuss ei­nes Ba­de­ta­ges im mo­der­nen Mehr­zweck­be­cken kom­men will, soll­te sich al­ler­dings nicht mehr all­zu lan­ge Zeit las­sen, denn ab dem 31. Ju­li schließt das Sport­bad in der Wald­stadt für min­des­tens vier Wo­chen sei­ne Pfor­ten. Grund ist der Be­ginn des zwei­ten Bau­ab­schnitts bei der Ge­ne­ral­sa­nie­rung des Fä­cher­bads. Nach­dem in den ver­gan­ge­nen Jah­ren knapp 14 Mil­lio­nen Eu­ro in den Neu­bau von Ca­brio-Be­cken und Um­klei­de­räu­men so­wie in Badtech­nik in­ves­tiert wur­den, steht nun die Sa­nie­rung von Ein­gangs­be­reich und Gas­tro­no­mie so­wie von den al­ten Sa­ni­tär­an­la­gen auf dem Pro­gramm.

„Es wird ei­ne Ope­ra­ti­on am of­fe­nen Her­zen“, kün­digt Fä­cher­bad-Ge­schäfts­füh­rer Joa­chim Hor­nuff an, denn nach den ers­ten Vor­be­rei­tungs­ar­bei­ten und dem In­stal­lie­ren von Staub­schutz­wän­den sol­len ge­gen En­de der Som­mer­fe­ri­en erst das Bad und dann die Sau­na wie­der in Be­trieb ge­nom­men wer­den. „We­gen des Schul­sports und des Leis­tungs­schwim­men kön­nen wir nicht län­ger zu­las­sen“, so Hor­nuff.

Und wei­te­re Schließ­zei­ten sind bis zum En­de der Sa­nie­rungs­ar­bei­ten im Au­gust 2018 bis­lang nicht ge­plant. Ein­schrän­kun­gen ha­ben die Bad­be­su­cher wäh­rend der Um­bau­pha­se laut Hor­nuff nicht zu be­fürch­ten. Der Zu­gang zu den Schwimm­be­cken ist wäh­rend der Sa­nie­rungs­ar­bei­ten über ei­nen Sei­ten­ein­gang mög­lich. Für die Sau­na­be­su­cher wer­den ein pro­vi­so­ri­scher Zu­gang und pro­vi­so­ri­sche Um­klei­de­ka­bi­nen er­rich­tet. „Das wird mit Si­cher­heit Aus­wir­kun­gen auf die Be­su­cher­zah­len ha­ben“, so Hor­nuff, doch an­de­re Bä­der hät­ten bei ei­ner der­art auf­wen­di­gen Runder­neue­rung für „min­des­tens zwei Jah­re kom­plett ge­schlos­sen“. Nach den Plä­nen des Ar­chi­tek­tur­bü­ros Ross­mann und Part­ner wird der Ein­gangs­be­reich zu­nächst ein­mal bis auf die Grund­mau­ern ent­kernt. „Da­durch kön­nen wir die Fas­sa­de und das Flach­dach bes­ser däm­men und ei­nen Teil der Kos­ten durch ei­ne er­höh­te Ener­gie­ef­fi­zi­enz wie­der ein­spa­ren“, er­läu­tert Ar­chi­tekt Micha­el Hu­ber die Vor­ge­hens­wei­se bei der Sa­nie­rung. Ne­ben neu­en Um­klei­den und ei­nem ge­räu­mi­ge­ren Foy­er er­hält der Ein­gangs­be­reich noch ein Ober­ge­schoss mit Bü­ro­räu­men für Per­so­nal und Ver­wal­tung. Der Kos­ten­rah­men für das Bau­vor­ha­ben be­trägt 6,5 Mil­lio­nen Eu­ro.

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