Wo­her der IS kommt

Pforzheimer Kurier - - FERNSEHEN -

„IS – Welt­frie­den in Ge­fahr?“(ar­te, 20.15 Uhr): Nicht we­ni­ger als drei Fil­me und ei­ne Dis­kus­si­ons­run­de um­fasst der ar­te-The­men­abend zum Phä­no­men des „Is­la­mi­schen Staats“. Ex­per­ten, vom ame­ri­ka­ni­schen Ex-Bot­schaf­ter in Sy­ri­en bis hin zu Jour­na­lis­ten und His­to­ri­kern, ge­ben Aus­kunft (wenn auch auf dem Stand der Din­ge von 2016). Wer es we­ni­ger ge­leh­rig mag, ist mit den bei­den Na­h­auf­nah­men in Erst­aus­strah­lung, „Ash­bal, die Kin­der­sol­da­ten der Ter­ror­mi­liz“(21.15 Uhr) und „Mo­len­beeks ver­lo­re­ne Ge­ne­ra­ti­on“(22.20 Uhr), bes­ser be­dient.

Der Er­öff­nungs­film zeigt sehr ge­scheit, aber auch kom­pli­ziert, wie nicht nur der sy­ri­sche Dik­ta­tor As­sad, son­dern auch an­de­re Staats­män­ner aus Ei­gen­in­ter­es­se den Geist des IS aus der Fla­sche lie­ßen, um ihn nun nicht mehr los­zu­wer­den. Da ist die Un­ter­stüt­zung durch den tür­ki­schen Staats­prä­si­den­ten Er­do­gan, der ein neu­es groß­kur­di­sches Staats­ge­bil­de ver­hin­dern will, da ist As­sad, der Is­la­mis­ten aus den Ge­fäng­nis­sen frei­ließ, um die Op­po­si­ti­on zu de­zi­mie­ren. Im Hin­ter­grund be­stär­ken Sau­di-Ara­bi­en und die Golf­staa­ten ei­ner­seits, an­de­rer­seits der Iran die Fron­ten. In­zwi­schen ge­be es „kei­ne Gren­zen“mehr, so das Fa­zit – die Re­gi­on ist ein ein­zi­ges Flücht­lings­la­ger. tsch

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