Streit im Stamm­werk hat Fol­gen

Ver­zahnt mit Un­ter­türk­heim: Daim­ler-Ma­nage­ment sagt Früh­schicht im Sin­del­fin­ger Werk ab

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFT - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Wolf von De­witz

Stutt­gart. Der Streit zwi­schen der Chef­eta­ge und der Ar­beit­neh­mer­sei­te im Daim­ler-Stamm­werk Stutt­gart-Un­ter­türk­heim legt Tei­le der Pro­duk­ti­on lahm. Nach­dem der ört­li­che Be­triebs­rat die Ge­neh­mi­gung von Über­stun­den ab Sams­tag ver­wei­gert hat­te, sag­te das Ma­nage­ment für die­sen Sams­tag nun die Früh­schicht im Sin­del­fin­ger Werk zur E-Klas­se-Pro­duk­ti­on ab.

Bei­de Stand­or­te sind eng mit­ein­an­der ver­zahnt, Sin­del­fin­gen be­kommt Bau­tei­le aus Un­ter­türk­heim. Weil an ei­nem Teil der Lie­fer­ket­te die Fer­ti­gung ge­dros­selt wer­den muss, tritt die Ge­schäfts­füh­rung nun auch in ei­nem an­de­ren Teil – in Sin­del­fin­gen – auf die Brem­se.

In der Aus­ein­an­der­set­zung geht es dar­um, ob Un­ter­türk­heim beim Bau neu­er Elek­tro­au­tos künf­tig ei­ne tra­gen­de Rol­le spielt und so­mit um­fas­send Jobs ge­si­chert wer­den. Die Ge­schäfts­füh­rung hat­te hier­zu ein An­ge­bot auf den Tisch ge­legt und die An­sied­lung von elek­tri­schen An­triebs­mo­du­len und der Bat­te­rie­mon­ta­ge vor­ge­schla­gen. Da­für will die Chef­eta­ge Zu­ge­ständ­nis­se von der Ar­beit­neh­mer­sei­te – et­wa die Teil­nah­me an Qua­li­fi­zie­run­gen au­ßer­halb der Ar­beits­zeit. Dies will der Be­triebs­rat nicht ak­zep­tie­ren. Das Werk Un­ter­türk­heim hat 19 000 Be­schäf­tig­te.

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