Auch Ste­ven Spiel­berg schätzt sei­ne Qua­li­tä­ten

Fried­rich von Thun fei­ert sei­nen 75. Ge­burts­tag

Pforzheimer Kurier - - BLICK IN DIE WELT - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Ute Wes­sels JU­BI­LAR: Fried­rich von Thun ist heu­te 75. Fo­to: dpa

Mün­chen. Char­mant, ho­no­rig, ver­schmitzt und manch­mal auch ein we­nig hin­ter­häl­tig – das sind die Cha­rak­te­re, die Fried­rich von Thun im deut­schen Fern­se­hen zu­meist ver­kör­pert. Ob in Kri­mi, Dra­ma oder Ko­mö­die, ob mit oder oh­ne Schnauz­bart: Der Schau­spie­ler ist ein Ga­rant für gu­te Quo­ten. Am heu­ti­gen Frei­tag wird von Thun 75 Jah­re alt.

Für den Wahl-Münch­ner noch lan­ge kein Grund, in den Ru­he­stand zu ge­hen. Im Ge­gen­teil. In die­sem Jahr schlug er ei­nen neu­en Weg ein: Kin­der­fil­me. Im Früh­jahr war von Thun in „Die Hä­schen­schu­le – Jagd nach dem gol­de­nen Ei“im Ki­no zu se­hen und stand für „Ben­ja­min Blüm­chen“vor der Ka­me­ra.

Seit mehr als ei­nem hal­ben Jahr­hun­dert steht von Thun auf der Büh­ne und vor der Ka­me­ra. Ge­bo­ren wur­de er 1942 im heu­ti­gen Tsche­chi­en; 1948 flüch­te­te sei­ne Fa­mi­lie nach Ös­ter­reich. Nach dem Abitur stu­dier­te er in Mün­chen und nahm dort Schau­spiel­un­ter­richt. Häu­fig dreh­te er im Lau­fe der Jah­re an der Sei­te von Sen­ta Ber­ger, et­wa in den Se­ri­en „Die schnel­le Ger­di“und „Dr. Schwarz und Dr. Mar­tin“so­wie im Vier­tei­ler „Lie­be und wei­te­re Ka­ta­stro­phen“. Auch US-Re­gis­seur Ste­ven Spiel­berg wur­de auf von Thun auf­merk­sam und en­ga­gier­te ihn für das Ho­lo­caust-Dra­ma „Schind­lers Lis­te“.

In der ZDF-Rei­he „Die Ver­bre­chen des Prof. Ca­pel­la­ri“über­zeug­te er als männ­li­che Miss Marp­le, 2014 war er in dem His­to­ri­en­film „Die Pil­ge­rin“zu se­hen und in „Das At­ten­tat – Sa­ra­je­vo 1914“. Zu letz­te­rem hat der Schau­spie­ler ei­nen fa­mi­liä­ren Be­zug. Denn 1914 wur­de in Sa­ra­je­vo die Her­zo­gin So­phie von Ho­hen­berg er­schos­sen, zu­sam­men mit ih­rem Mann Franz Fer­di­nand, dem Thron­fol­ger von Ös­ter­reichUn­garn. Von Thuns vä­ter­li­che Groß­mut­ter Ma­rie war ei­ne Schwes­ter von ihr.

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