„Qua­li­tät be­geis­tert“

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Text/Fo­to: pec Lu­ther-Aus­stel­lung

Wie vie­le Be­su­cher ha­ben „Mensch Lu­ther“schon ge­se­hen und wo­her kom­men sie?

Barth: 8 500 Be­su­cher wa­ren schon da, oder ha­ben sich be­reits an­ge­mel­det – wo­bei der größ­te Teil da­von noch kommt. Freie Ter­mi­ne gibt es au­ßer­dem im­mer noch. Un­ter den Be­su­chern sind Ein­zel­per­so­nen, Fa­mi­li­en, Schü­ler­grup­pen, Haus­krei­se, Grup­pen von Volks­hoch­schu­len und von Bus­un­ter­neh­men. Die wei­tes­te An­rei­se hat­ten Be­su­cher aus Ost­west­fa­len. Aber die meis­ten kom­men aus ei­nem Um­kreis von zwei Au­to­stun­den.

Kom­men auch vie­le Leu­te aus Kir­chen­ge­mein­den?

Barth: Auch, aber de­ren An­teil ist nicht so groß. Das The­ma der Aus­stel­lung ist ja Ge­schich­te und Spra­che zur Zeit Lu­thers, und da­für soll­te sich ei­gent­lich je­der in­ter­es­sie­ren. Wer weiß schon, dass aus der Re­for­ma­ti­ons­zeit ty­pisch deut­sches stammt: Zu­ver­läs­sig­keit, Pünkt­lich­keit, die Ein­stel­lung zur Ar­beit. Auch der Spruch „Klei­ne Kin­der klei­ne Sor­gen, gro­ße Kin­der gro­ße Sor­gen“hat sei­nen Ur­sprung in je­ner Zeit.

Ver­hal­ten sich Kin­der in der Aus­stel­lung an­ders als Er­wach­se­ne?

Barth: Die Schü­ler wer­den er­staun­lich schnell ru­hig, weil es so viel zu er­le­ben gibt. Zu rie­chen und zu se­hen. An je­der Sta­ti­on gibt es Über­ra­schungs­mo­men­te. Al­lein 20 his­to­ri­sche Fi­gu­ren in Si­tua­tio­nen, wo stän­dig et­was aus­ge­löst wird, auf­klappt, ab­rollt. Ein Dia­log mit den ma­xi­mal 25 Be­su­chern pro Füh­rung ist nicht mög­lich, weil die ein­stün­di­ge Füh­rung die vol­le Auf­merk­sam­keit er­for­dert. Aber Jung und Alt sind be­geis­tert von der Qua­li­tät der Aus­stel­lung, den hoch­wer­ti­gen Ku­lis­sen und in­di­vi­du­el­len De­tails.

Wer wirkt al­les bei der Aus­stel­lung mit? Barth: Der Knecht oder die Magd, die den Über­gang von Sze­ne zu Sze­ne er­klä­ren und Sze­nen auf­klap­pen. Da­zu der As­sis­tent, der et­wa den Dieb spielt in ei­ner Sze­ne zum Ablass­han­del auf dem Markt­platz, zu­sam­men mit Knecht oder Magd und da­ne­ben die Aus­stel­lung wie­der in den Ur­sprungs­zu­stand bringt, be­vor die nächs­te Füh­rung be­ginnt. Den As­sis­ten­ten spie­le ich oft selbst. In den ers­ten Wo­chen war ich täg­lich da, aber wir ha­ben jetzt ins­ge­samt 50 Mit­ar­bei­ter aus Pforz­heim und Um­ge­bung, die die ein­zel­nen Auf­ga­ben über­neh­men.

Noch ei­nen Mo­nat läuft die Zei­t­rei­se „Mensch Lu­ther“in der Schloß­kir­che, die Max Barth und sein Team ge­stal­tet ha­ben. Zahl­rei­che Be­su­cher sind be­reits ge­kom­men.

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