Stim­men­viel­falt zum gro­ßen Fi­na­le

Ach­te Bach­stun­de von Ora­to­ri­en­chor und So­lis­ten / Pu­bli­kum sang Cho­ral mit

Pforzheimer Kurier - - KULTUR IN PFORZHEIM -

Die ach­te und letz­te Bach­stun­de 2017 am Mitt­woch in der Stadt­kir­che war da­durch et­was Be­son­de­res, dass durch die Mög­lich­keit des „Sin­ga­long“Pu­bli­kum und Sän­ger so ziem­lich auf die glei­che Zahl ka­men. Kan­to­rin Hei­ke Has­tedt hat­te mit den In­ter­es­sier­ten bis kurz vor Be­ginn der Bach­stun­de ge­probt.

Der Ora­to­ri­en­chor stand auf der Em­po­re, Hei­ke Has­tedt stand mit dem Rü­cken zum Chor an der Brüs­tung und di­ri­gier­te die Sän­ger und Sän­ge­rin­nen, die an der Wand ge­gen­über stan­den. Das war durch die gro­ße Ent­fer­nung ein nicht ein­fa­ches Un­ter­neh­men wie die Kan­to­rin selbst sag­te.

Zwei sehr jun­ge So­lis­ten wa­ren zu hö­ren, So­phie Klink So­pran und Da­ni­el See­ger an der Or­gel. Da­mit be­gann auch das Kon­zert, mit Prä­lu­di­um und Fu­ge c-moll BWV 546 von Jo­hann Se­bas­ti­an Bach (1685-1750). Die­ses ge­wal­ti­ge und be­ein­dru­cken­de Werk wur­de von dem jun­gen Künst­ler meis­ter­haft ge­spielt, auch bei dem zwei­ten Or­gel­stück konn­te er sein Kön­nen zei­gen, der gro­ßen Be­ar­bei­tung „Va­ter un­ser im Him­mel“BWV 682 von Jo­hann Se­bas­ti­an Bach.

Wenn bei Bach oft grö­ße­re Zei­t­räu­me bei der Ent­ste­hung zwi­schen Prä­lu­di­um und Fu­ge an­ge­nom­men wer­den, so ist bei der Mes­se in G-Dur von Franz Schu­bert (1797-1828) das Da­tum ein­deu­tig, der ge­ra­de 18-jäh­ri­ge Schu­bert kom­po­nier­te sie 1815 in ei­ner Wo­che. Al­ler­dings hat er die ur­sprüng­li­che spar­sa­me Orches­ter­be­set­zung mit we­ni­gen Strei­chern spä­ter mit Blä­sern er­gänzt. Der Ora­to­ri­en­chor sang ei­ne Fas­sung nur mit Or­gel­be­glei­tung. Da­bei über­zeug­te So­phie Klink mit ih­rer hel­len und kla­ren Stim­me und ei­ner groß­ar­ti­gen Rein­heit. Auch wenn die Mes­se nicht lang ist, Schwie­rig­kei­ten gibt es ge­nug dar­in, vor al­lem auch durch die dau­ern­de ho­he Ton­la­ge im So­pran. Aber un­ter der sou­ve­rä­nen Lei­tung von Hei­ke Has­tedt meis­ter­ten al­le das schö­ne Werk.

Dann durf­te auch das Pu­bli­kum beim „Sin­ga­long“den Cho­ral „Wohl mir, dass ich Jes­um ha­be“aus der Bach-Kan­ta­te BWV 147 „Herz und Mund und Tat und Le­ben“mit­sin­gen.

Es folg­ten „Nun dan­ket al­le Gott“und zum Ab­schluss „Glo­ria sei dir ge­sun­gen“. Es war deut­lich zu spü­ren, dass es al­len Mit­wir­ken­den gro­ßen Spaß ge­macht hat­te, und so wird es mit Si­cher­heit ei­ne Wie­der­ho­lung ei­nes sol­chen Kon­zerts ge­ben. Chris­ti­an Hen­rich

So­phie Klink über­zeug­te mit ih­rer kla­ren Stim­me

BACH­STUN­DE IN DER STADT­KIR­CHE: Der Ora­to­ri­en­chor un­ter Lei­tung von Hei­ke Has­tedt bot ei­ne be­ein­dru­cken­de Vor­stel­lung. Bei ei­nem Cho­ral durf­te auch das Pu­bli­kum mit­sin­gen. Fo­to: Wa­cker

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