Im­mer die­se Match-Tie­breaks

TC Wolfs­berg bläst zur Auf­hol­jagd

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Se­bas­ti­an Kapp

Pforz­heim. Zur Sai­son­halb­zeit in der Zwei­ten Ten­nis-Li­ga ist noch im­mer nicht wirk­lich klar, wo der TC Wolfs­berg Pforz­heim steht. Der Li­ga-Vi­ze­meis­ter vom ver­gan­ge­nen Jahr hat aus vier Par­ti­en drei Sie­ge ge­holt, die ein­zi­ge Nie­der­la­ge gab es am ers­ten Spiel­tag ge­gen Ta­bel­len­füh­rer TC Groß­hes­se­lo­he. Mit Platz vier, ver­lust­punkt­gleich mit dem Drit­ten Oberwei­er, ist man noch in Tuch­füh­lung min­des­tens zu Platz zwei – soll­te Groß­hes­se­lo­he noch ein­mal pat­zen ist auch Platz eins noch drin.

Pl­an­bar sei der Groß­an­griff nach vor­ne aber nicht, be­tont Te­am­ma­na­ger Tho­mas Hell. „In so ei­ner star­ken Grup­pe muss man auch ak­zep­tie­ren, wenn man mal ver­liert“, sagt er. Die Li­ga ha­be durch die vie­len Neu­lin­ge an Qua­li­tät ge­won­nen, vie­le en­ge Mat­ches präg­ten die ers­ten Spiel­ta­ge.

Nimmt man die Ta­bel­le als Maß­stab, dann hat sich der TCW bis­lang eher ge­quält als ge­glänzt. Zwei knap­pe 5:4-Sie­ge ge­gen den TSV Ro­sen­heim (5.) und die Spvgg Hain­sa­cker (8.) in der nur neun Mann­schaf­ten um­fas­sen­den Li­ga ha­ben die Wolfs­ber­ger im Kampf um das selbst ge­steck­te Ziel Platz drei eher zu­rück­ge­wor­fen. Die Match­punkt-Dif­fe­renz ist bei 18:18 le­dig­lich aus­ge­gli­chen, wäh­rend sich Ta­bel­len­nach­bar Oberwei­er (+11) und die bei­den ver­lust­punkt­frei­en Teams TV Reut­lin­gen (+16) und Groß­hes­se­lo­he (+21) in ganz an­de­ren Di­men­sio­nen be­we­gen – teil­wei­se ha­ben sie aber ein Spiel mehr ab­sol­viert.

Vor al­lem das Pech in den Match-Tie­breaks hat den TCW in die­ser Hin­sicht zu­rück­ge­wor­fen. Von 16 Ent­schei­dungs­run­den gin­gen elf ver­lo­ren. Die Hoff­nung von Hell nach dem 2:7 ge­gen Groß­hes­se­lo­he (und 1:5 in Sa­chen MatchTie­breaks) – „das gleicht sich al­les aus“– hat sich bis­her nur be­dingt er­füllt. So­wohl ge­gen Ro­sen­heim (1:3) als auch ge­gen Hain­sa­cker (1:2) un­ter­lag man in die­ser Mi­ni-Wer­tung. Ein­zig ge­gen Würz­burg (2:2) war es wirk­lich aus­ge­gli­chen – vom Glück ver­folgt wa­ren die Wolfs­ber­ger aber auch dort nicht.

Mit ei­ner Aus­nah­me: De­nis Gre­mel­mayr hat sei­ne bei­den Ein­zel-MatchTie­breaks ge­won­nen – und war da­mit an fast je­dem zwei­ten TCW-Sieg in die­ser Ka­te­go­rie be­tei­ligt. „Er ist da un­ser Ex­per­te“, sagt Hell au­gen­zwin­kernd. Und es gibt noch an­de­re Spie­ler, die sich in die­ser Run­de her­vor­ge­tan ha­ben. Holger Fi­scher et­wa hat auf Po­si­ti­on sechs – bis auf ei­ne knap­pe Nie­der­la­ge in Groß­hes­se­lo­he – al­le sei­ne Ein­zel ge­won­nen und da­zu sein bis­her ein­zi­ges Dop­pel an der Sei­te von And­re Be­ge­mann bei der Sai­son­er­öff­nung. „Der Holger spielt – wie letz­tes Jahr – wie­der sehr gut“, lobt Hell.

Match-Dif­fe­renz wirft Pforz­heim in Ta­bel­le zu­rück

Mar­ko Lenz, die „Num­mer eins hin­ter der Num­mer eins“als ers­ter Stamm­spie­ler, hat sich mit der neu­en Si­tua­ti­on ar­ran­giert. „Er ist ein per­fek­ter Sports­mann und ein ab­so­lu­ter Plus­punkt in der Mann­schaft“, sagt Hell. Drei Sie­ge, zwei da­von im Dop­pel, konn­te er bei­steu­ern. Vier Nie­der­la­gen in Match-Tie­breaks wer­den vom spek­ta­ku­lä­ren 15:13 zu­sam­men mit Alex­an­der Flock im bis­lang ein­zi­gen Heim­spiel ge­gen Ro­sen­heim über­strahlt, das den ent­schei­den­den Punkt zum 5:4 brach­te.

Die Leis­tun­gen stim­men, wie Hell be­tont. Vie­le Mat­ches wa­ren sehr eng, „die Qua­li­tät un­se­rer Mann­schaft scheint mir so­gar hö­her als letz­tes Jahr“, sagt er. Der Rest der Sai­son dürf­te aber nicht leich­ter für den TCW wer­den. Be­reits am Frei­tag kommt der un­ge­schla­ge­ne Ta­bel­len­zwei­te TV Reut­lin­gen nach Pforz­heim, dann geht es aus­wärts nach Oberwei­er. In der kom­men­den Wo­che ste­hen dann noch zwei Heim­spie­le ge­gen Un­der­dog Is­ma­ning und den bis­lang ent­täu­schen­den TC Lud­wigs­ha­fen an.

Hell bleibt den­noch op­ti­mis­tisch, dass es mit Platz drei noch klappt: „Im Nor­mal­fall fin­den un­se­re Spie­ler im­mer bes­ser zu ih­rer Form“, sagt er hoff­nungs­voll. „Wenn das so wei­ter geht, kön­nen wir uns noch auf was ge­fasst ma­chen.“

AN­GE­SPANNT war TCW-Te­am­ma­na­ger all­zu oft in der ers­ten Sai­son­hälf­te. Zwar wur­den drei von vier Be­geg­nun­gen ge­won­nen – aber es kom­men noch ei­ni­ge gro­ße Bro­cken. Fo­to: Wai­de­lich

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