Kin­der schnup­pern Hör­saal­luft

Die 15. KIT-Kin­der-Uni hat mit 200 klei­nen Stu­den­ten be­gon­nen

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE -

kab. 26 000 Stu­die­ren­de zählt das KIT mo­men­tan. Die be­ein­dru­cken­de Zahl, wird sich in den kom­men­den drei Wo­chen noch um rund 4 000 Köp­fe er­hö­hen. Ges­tern Vor­mit­tag star­te­te näm­lich die KIT-Kin­der-Uni, die in die­sem Jahr be­reits zum 15. Mal da­für sorgt, dass Mäd­chen und Jun­gen zwi­schen sie­ben und 14 Jah­ren wäh­rend der Som­mer­fe­ri­en Hör­saal-Luft schnup­pern kön­nen. „Für uns ist das ein wich­ti­ges Ju­bi­lä­um“, be­ton­te Alex­an­der Wan­ner, der Vi­ze­prä­si­dent des KIT für Leh­re und aka­de­mi­sche An­ge­le­gen­hei­ten, ges­tern Vor­mit­tag ge­gen­über rund 200 klei­nen Stu­dis. „Man kann da­von aus­ge­hen, dass ei­ni­ge der heu­te am KIT Stu­die­ren­den selbst ein­mal zu Gast bei der Kin­der-Uni wa­ren. Und wer weiß – wer­den ei­ni­ge von Euch in zehn, fünf­zehn Jah­ren auch hier stu­die­ren“, sag­te er.

Bis zum 17. Au­gust bie­tet die Ver­an­stal­tungs­rei­he zehn Vor­le­sun­gen, au­ßer­dem den Kin­der-Uni-Cam­pus mit frei zu­gäng­li­chen Work­shops und In­foAn­ge­bo­ten. „Wir über­las­sen es stets der Krea­ti­vi­tät und Kom­pe­tenz un­se­rer Pro­fes­so­rin­nen und Pro­fes­so­ren, wel­che The­men aus ih­rem Fach­ge­biet sie kind­ge­recht auf­ar­bei­ten“, er­klär­te Wan­ner. Ta­mim As­four, der an der Fa­kul­tät für In­for­ma­tik lehrt, ge­lang dies oh­ne Zwei­fel. Sei­ne bei­den Kin­der, Chi­a­ra und Lo­ren­zo, hat­te er so­gar mit­ge­bracht, als er vor die Schar sei­ner jun­ger Stu­die­ren­den trat, um zum The­ma „Mensch & Ma­schi­ne? Die Men­schen­ma­schi­ne!“zu re­fe­rie­ren. Hu­mor­voll und mit Hil­fe zahl­rei­cher Vi­deo­clips er­klär­te er den Kin­dern, was man un­ter hu­ma­no­iden Ro­bo­tern ver­steht. „Wir ha­ben in der For­schung das vor­ran­gi­ge Ziel, Ro­bo­ter zu bau­en, die dem Men­schen nach­emp­fun­den sind“, er­klär­te er den Kids. „Die Ro­bo­ter sol­len sich Be­we­gungs­ab­läu­fe und Re­ak­tio­nen des Men­schen ab­schau­en und ei­ge­ne Pro­gram­me da­für ent­wi­ckeln.“So­mit sei der Mensch die wich­tigs­te In­viel­leicht spi­ra­ti­ons­quel­le für die Ar­beit sei­ner For­schungs­grup­pe.

Der In­for­ma­tik-Ex­per­te zeig­te den Kin­dern zu de­ren gro­ßer Er­hei­te­rung Ani­ma­tio­nen und Vi­deo­clips von stol­pern­den Ro­bo­tern. „Wir ver­su­chen, den Ro­bo­tern zu zei­gen, wie wir Men­schen die Ba­lan­ce hal­ten“, er­klär­te er.

MENSCH UND MA­SCHI­NE: Die An­fän­ger des Som­mer­stu­di­ums für den ganz jun­gen aka­de­mi­schen Nach­wuchs tra­fen ges­tern mit Ro­bo­tern am KIT zu­sam­men. Ta­mim As­four (Mit­te) ma­nag­te das Zu­sam­men­tref­fen. Fo­tos: jo­do

DER CAM­PUS DES KIT wird für man­ches Fe­ri­en­kind zur Spiel­wie­se, auf der man auch noch et­was ler­nen kann.

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