Ita­li­en greift durch

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Rom (dpa). Ita­li­en steht vor ei­nem um­strit­te­nen Mi­li­tär­ein­satz vor der li­by­schen Küs­te zum Kampf ge­gen Men­schen­schmug­gel. Ein Schiff der Ma­ri­ne steu­er­te ges­tern in Rich­tung Tri­po­lis, nach­dem das Par­la­ment in Rom grü­nes Licht für den Ein­satz zur Un­ter­stüt­zung der li­by­schen Küs­ten­wa­che ge­ge­ben hat­te. Ita­li­en er­hofft sich von der Ope­ra­ti­on ei­ne Sta­bi­li­sie­rung des Lan­des und we­ni­ger an­kom­men­de Mi­gran­ten.

Der­weil ge­rie­ten wie­der pri­va­te See­notret­ter in den Fo­kus: Ge­gen die deut­sche Or­ga­ni­sa­ti­on Ju­gend Ret­tet wird er­mit­telt, weil sie il­le­ga­le Mi­gra­ti­on be­güns­tigt ha­ben soll. Ihr Ret­tungs­schiff wur­de auf Lam­pe­du­sa fest­ge­setzt. In Ita­li­en kom­men der­zeit die meis­ten Mi­gran­ten in Eu­ro­pa an. Um die Si­tua­ti­on un­ter Kon­trol­le zu brin­gen, fährt Rom nun ei­ne Dop­pel­stra­te­gie: Die Mis­si­on in Li­by­en soll hel­fen, den Schlep­pern das Hand­werk zu le­gen. Gleich­zei­tig er­höht sie den Druck auf Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen, die der­zeit et­wa 35 Pro­zent der Ret­tun­gen im Mit­tel­meer durch­füh­ren.

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