Ta­rif­löh­ne stei­gen schnel­ler als In­fla­ti­on

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFT -

Düs­sel­dorf/Frank­furt (dpa). Am deut­schen Ar­beits­markt sind die Ta­rif­löh­ne der Be­schäf­tig­ten auch im ers­ten Halb­jahr 2017 stär­ker gestie­gen als die Ver­brau­cher­prei­se. Die Ent­gel­te klet­ter­ten nach ei­ner ges­tern vor­ge­leg­ten Stu­die der ge­werk­schaft­li­chen Böck­ler-Stif­tung im Schnitt um 2,5 Pro­zent und da­mit ähn­lich stark wie im ver­gan­ge­nen Jahr (2,4 Pro­zent). Da sich gleich­zei­tig aber die In­fla­ti­on wie­der et­was be­schleu­nigt hat, fie­len die rea­len Lohn­zu­wäch­se mit ei­nem Plus von 0,9 Pro­zent deut­lich ge­rin­ger aus als 2016. Im Vor­jahr hat­ten die Ta­rif­be­schäf­tig­ten nach Ab­zug der Preis­stei­ge­run­gen noch 1,9 Pro­zent mehr Geld in der Ta­sche.

Die Wis­sen­schaft­ler des WSI-Ta­rif­ar­chivs ha­ben für ih­re Be­rech­nun­gen die ak­tu­el­len Ta­rif­ab­schlüs­se aus­ge­wer­tet. Da­zu ge­hö­ren auch Ver­trä­ge aus den Vor­jah­ren, die noch Er­hö­hun­gen für 2017 ent­hal­ten. Die jah­res­be­zo­ge­nen Stei­ge­run­gen schwan­ken zwi­schen 2,0 Pro­zent im Öf­fent­li­chen Di­enst der Län­der und 2,9 Pro­zent im baye­ri­schen Kf­zGe­wer­be. In Deutsch­land gilt für gut die Hälf­te al­ler Be­schäf­tig­ten ein Ta­rif­ver­trag, ein wei­te­res Vier­tel wird in An­leh­nung an Ta­rif­ver­trä­ge be­zahlt.

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