Aus für das Spa­ghet­ti­mons­ter

Sa­ti­ri­scher Ver­ein darf wei­ter­hin kei­ne Schil­der mit „Mes­se­ter­mi­nen“auf­hän­gen

Pforzheimer Kurier - - BLICK IN DIE WELT -

Bran­den­burg/Ha­vel (dpa). Der sa­ti­ri­sche Ver­ein „Kir­che des flie­gen­den Spa­ghet­ti­mons­ters“hat nicht die Rech­te ei­ner Re­li­gi­ons- oder Wel­t­an­schau­ungs­ge­mein­schaft. Da­her dür­fe das Land Bran­den­burg dem Ver­ein auch un­ter­sa­gen, an den Orts­ein­gän­gen der Stadt Tem­plin mit Hin­weis­schil­dern für sei­ne wö­chent­li­chen „Nu­del­mes­sen“zu wer­ben, ent­schied das Ober­lan­des­ge­richt am Mitt­woch. Der Par­odie-Ver­ein hat­te in sei­ner Kla­ge ge­gen das Ver­bot gel­tend ge­macht, als Wel­t­an­schau­ungs­ge­mein­schaft ha­be er das glei­che Recht wie die christ­li­chen Kir­chen. Die­se dür­fen an Orts­ein­gän­gen mit Schil­dern auf die Zei­ten der Got­tes­diens­te hin­wei­sen.

Da­ge­gen er­klär­ten die Rich­ter, den „Pas­ta­fa­ris“ge­nann­ten Mit­glie­dern feh­le es an ei­ner ge­mein­sa­men Wel­t­an­schau­ung. Viel­mehr imi­tie­re der Ver­ein als Mit­tel der Sa­ti­re Tex­te und Sym­bo­le der christ­li­chen Re­li­gi­on, wie zum Bei­spiel das „Mons­te­r­un­ser“zei­ge. Nach dem In­halt der Sat­zung feh­le zu­dem der für Re­li­gi­ons­ge­mein­schaf­ten cha­rak­te­ris­ti­sche Got­tes­be­zug. Der Ver­ein wer­de nun vor den Bun­des­ge­richts­hof und ge­ge­be­nen­falls auch zum Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt zie­hen, kün­dig­te der Vor­sit­zen­de Rü­di­ger Wei­da an. „Und zur Not ge­hen wir auch bis zum Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hof.“

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