Das gro­ße Ziel sind 300 Blut­spen­den

„Es gibt nur we­nig Spen­der“/ Drei­tä­gi­ge Ak­ti­on

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Ul­la Donn-von Yrsch

Lie­ge steht ne­ben Lie­ge. Knapp da­ne­ben ist ei­ne lan­ge Dop­pel­rei­he Stüh­le an­ge­ord­net. Der Platz wird noch ein­schließ­lich mor­gen ge­braucht. Denn so lan­ge dau­ert die gro­ße Blut­spen­de­ak­ti­on des Deut­schen Ro­ten Kreu­zes im kli­ma­ti­sier­ten Un­ter­ge­schoss des Volks­bank­hau­ses. Die 15 Hel­fer der Orts­grup­pe sind von 12 bis 18 Uhr im Ein­satz. Sie ge­währ­leis­ten ei­ne Rund­um­ver­sor­gung, ser­vie­ren Es­sen und Trin­ken und be­treu­en die Spen­der.

In Ba­den-Würt­tem­berg wer­den täg­lich 1 800 Blut­spen­den be­nö­tigt, be­son­ders in der Ur­laubs­zeit kön­nen die Vor­rä­te knapp wer­den. „Vie­le sind ver­reist, aber in den Kran­ken­häu­sern läuft, ganz nor­mal, der Be­trieb“, er­klärt da­zu Eber­hard Brach­hold, Re­gio­nal­lei­ter Ro­tes Kreuz.

Nor­ma­ler­wei­se gibt es Ein-Ta­ge­sBlut­spen­de­ak­tio­nen, doch nach dem Er­folg mit ei­ner Drei-Ta­ges-Ak­ti­on im ver­gan­ge­nen Jahr an glei­cher Stel­le wur­de die Idee wie­der auf­ge­grif­fen. Seit ges­tern sind Ge­sun­de, im Al­ter zwi­schen 18 und 73 Jah­ren da­zu auf­ge­ru­fen, Blut zu spen­den.

Das geht ganz ein­fach und schmerz­los. Beim Emp­fang wer­den die per­sön­li­chen Da­ten auf­ge­nom­men und ein Fra­ge­bo­gen zum Ge­sund­heits­stand wird aus­ge­füllt. Mit die­sem Fra­ge­bo­gen geht es zum Ärz­te­team. Blut­druck, Herz und Puls wer­den über­prüft, die Spen­der dür­fen wei­ter zum La­bor. Dort wird ein Trop­fen Blut am Fin­ger ab­ge­nom­men und un­ter­sucht. Erst da­nach geht es auf die Lie­ge. In­ner­halb von fünf bis zehn Mi­nu­ten wird ein hal­ber Li­ter Blut ab­ge­nom­men. Das hört sich viel an, aber der Mensch hat im Durch­schnitt sechs Li­ter Blut und kann den Ver­lust in­ner­halb von zwei Ta­ge wie­der auf­bau­en.

Wenn al­les rum ist, kommt die Für­sor­ge des Ro­ten Kreu­zes: Der Spen­der muss zehn Mi­nu­ten sit­zen, Erst­spen­der müs­sen sich so­gar hin­le­gen. Da­nach wer­den sie zum extra auf­ge­bau­ten Ca­fé ge­führt: Dort gibt es kos­ten­los sü­ße Stück­chen, Wurst­sa­lat so­wie Heiß- und Kalt­ge­trän­ke zur Stär­kung für den Spen­der, der durch sei­ne Blut­spen­de vi­el­leicht ein Men­schen­le­ben ret­tet. Ins­ge­samt soll­te ei­ne St­un­de ein­ge­plant wer­den.

Mit der Volks­bank hat das Ro­te Kreuz den idea­len Part­ner ge­fun­den, freut sich Brach­hold. „Die Volks­bank hat ein gro­ßes

Er­folg im ver­gan­ge­nen Jahr hat über­zeugt

Herz und so­zia­les En­ga­ge­ment und liegt mit­ten in der Stadt.

Nor­ma­ler­wei­se sind sol­che Blut­spen­de­ak­tio­nen in Turn­hal­len. In Pforz­heim kom­men wir zu den Men­schen.“Brach­hold hofft, dass, bis zum En­de der drei­tä­gi­gen Ak­ti­on, 300 Spen­den ein­ge­gan­gen sind, denn: „Pforz­heim hat gro­ßes Po­ten­zi­al, aber lei­der spen­den bis­her nur we­ni­ge.“

LIE­GEN UND STÜH­LE für mög­lichst vie­le Blut­spen­der sind noch heu­te und mor­gen im Volks­bank­haus auf­ge­baut. Fo­to: Wa­cker

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