Über­schuss er­wirt­schaf­tet

Neu­lin­ger Rä­te stim­men Jah­res­ab­schluss zu

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Neu­lin­gen (ms). Die Ge­mein­de Neu­lin­gen hat zum 1. Ja­nu­ar 2015 als ei­ne der ers­ten Kom­mu­nen im Enz­kreis das Haus­halts- und Rech­nungs­we­sen von der Ka­me­ra­lis­tik auf die kom­mu­na­le Dop­pik (NKHR) um­ge­stellt. Auf­grund der not­wen­di­gen Er­he­bun­gen da­zu war der Jah­res­ab­schluss 2015 erst jetzt ent­schei­dungs­reif. Der Ge­mein­de­rat stimm­te dem Jah­res­ab­schluss zu. Im Ge­gen­satz zur Ka­me­ra­lis­tik, bei der die Ein­nah­men und Aus­ga­ben im Rech­nungs­jahr do­ku­men­tiert wur­den, steht bei der NKHR der Res­sour­cen­ver­brauch in der Abrech­nungs­pe­ri­ode im Zen­trum der Be­trach­tung.

Wie Neu­lin­gens Käm­me­rer Rolf El­sä­ßer er­läu­ter­te, gilt jetzt ein Haus­halts­plan als aus­ge­gli­chen, wenn dem jähr­li­chen Auf­wand (Zah­lun­gen für Leis­tun­gen) und dem Wert­ver­lust des An­la­gen­ver­mö­gens in Form der Ab­schrei­bun­gen ent­spre­chen­de Er­trä­ge min­des­tens in glei­cher Hö­he ge­gen­über ste­hen. Neu­lin­gens der­zei­ti­ge Finanzen ha­ben das ge­schafft.

Wäh­rend im Er­geb­nis­haus­halt die Aus­ga­ben 12,4 Mil­lio­nen Eu­ro be­tru­gen, ha­ben sich die Ein­nah­men auf 13,5 Mil­lio­nen ent­wi­ckelt. So konn­te ein po­si­ti­ves Er­geb­nis in Hö­he von knapp 1,1 Mil­lio­nen er­zielt und da­bei die Ab­schrei­bun­gen in Hö­he von 986 000 Eu­ro er­wirt­schaf­tet wer­den. „Die Ziel­set­zung des NKHR, das vor­han­de­ne Ver­mö­gen für die künf­ti­gen Ge­ne­ra­tio­nen zu er­hal­ten, und wenn mög­lich zu meh­ren, wur­de be­reits im ers­ten Jahr er­reicht“, freu­te sich Bür­ger­meis­ter Micha­el Schmidt.

Durch Grund­stücks­ver­käu­fe konn­te ein au­ßer­or­dent­li­cher Ge­winn in Hö­he von 1,86 Mil­lio­nen Eu­ro er­zielt wer­den. Das Ge­samt­er­geb­nis wird den Ge­winn­rück­la­gen zu­ge­führt und steht grund­sätz­lich zum Aus­gleich zu­künf­ti­ger Er­geb­nis­haus­hal­te zur Ver­fü­gung. Dies ist al­ler­dings nur zu­läs­sig un­ter Aus­nut­zung al­ler Spar­mög­lich­kei­ten und un­ter Aus­schöp­fung al­ler Er­trags­mög­lich­kei­ten, sag­te Bür­ger­meis­ter Schmidt und füg­te hin­zu: „Dies muss Ziel der zu­künf­ti­gen Haus­halt­pla­nung und des Haus­halt­voll­zugs sein.“Bür­ger­meis­ter­stell­ver­tre­ter Hein­rich Fur­rer (FWV) sieht das Er­geb­nis als ei­ne po­si­ti­ve Mo­ment­auf­nah­me der Neu­lin­ger Finanzen. Dass sol­che Ein­mal­ef­fek­te wie die Grund­stücks­ver­käu­fe nicht mehr ge­ge­ben sind, müs­se man bei den künf­ti­gen Aus­ga­be­ent­schei­dun­gen be­den­ken.

Fur­rer zoll­te der Ver­wal­tung Re­spekt für die un­kom­pli­zier­te Um­set­zung der schwie­ri­gen Ma­te­rie vom al­ten zum neu­en Ge­mein­de­wirt­schafts­recht.

Ge­winn durch Grund­stücks­ver­käu­fe

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.