Hauk rät zu Ver­zicht

Pforzheimer Kurier - - ZEITGESCHEHEN -

Frankfurt/Stuttgart (BNN). Lan­des-Agrar­mi­nis­ter Pe­ter Hauk hat den Ver­brau­chern im Süd­wes­ten ge­ra­ten, auf den Ver­zehr von Ei­ern aus den Nie­der­lan­den bis auf Wei­te­res zu ver­zich­ten. Ent­spre­chen­de be­las­te­te Eier sei­en auch nach Ba­den-Würt­tem­berg ge­langt. „Un­se­re Be­hör­den über­wa­chen die Rück­ruf­ak­tio­nen des Han­dels“, so der Mi­nis­ter. Bis­her ge­be es je­doch kei­ne Hin­wei­se auf Be­las­tun­gen mit Fi­pro­nil bei in Ba­den-Würt­tem­berg pro­du­zier­ten Ei­ern. Trotz­dem ha­be das Mi­nis­te­ri­um um­ge­hend ein Son­der­kon­troll­pro­gramm für Eier aus dem Süd­wes­ten ge­star­tet. Dar­über hin­aus wer­de kon­trol­liert, ob das der­zeit im Fo­kus ste­hen­de Des­in­fek­ti­ons­mit­tel auch im Land ein­ge­setzt wer­de, sag­te der Mi­nis­ter. Nach Ein­schät­zung des zu­stän­di­gen Bun­des­in­sti­tuts für Ri­si­ko­be­wer­tung be­steht für Er­wach­se­ne kei­ne Ge­sund­heits­ge­fahr. Für Kin­der sei ein ein­ge­schränk­tes Ge­sund­heits­ri­si­ko nicht aus­zu­schlie­ßen. Aus die­sem Grund neh­me Ba­den-Würt­tem­berg das The­ma Fi­pro­nil sehr ernst.

Seit 2004 müs­sen in der Eu­ro­päi­schen Uni­on pro­du­zier­te Eier mit ei­nem Co­de ge­kenn­zeich­net sein. Für die meis­ten Ver­brau­cher am wich­tigs­ten ist für ge­wöhn­lich gleich die ers­te Zahl, die über die Hal­tung der Le­ge­hen­nen Aus­kunft gibt. 3 steht für Eier aus Kä­fig­hal­tung, 2 für Bo­den­hal­tung, 1 für Frei­land­hal­tung und 0 für öko­lo­gisch er­zeug­te Eier. Es fol­gen zwei Buch­sta­ben für das Her­kunfts­land (DE steht für Deutsch­land, NL für Nie­der­lan­de) und ei­ne mehr­stel­li­ge Be­triebs- und Stall­num­mer. Die ers­ten bei­den Zif­fern der Num­mer wei­sen auf das Bun­des­land hin, aus dem das Ei kommt. Für Ba­denWürt­tem­berg steht die Num­mer 08.

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