Ur­teil zum Ab­schlep­pen

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Neu­stadt/Wein­stra­ße (dpa/lrs). Wi­der­recht­lich auf dem Bür­ger­steig ab­ge­stell­te Au­tos dür­fen nach Auf­trag ei­ner Stadt­ver­wal­tung ab­ge­schleppt wer­den. Das hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt an der Wein­stra­ße nach Mit­tei­lung ent­schie­den. Ge­klagt hat­te ein Au­to­fah­rer, des­sen Fahr­zeug im Ok­to­ber 2015 in Lud­wigs­ha­fen ent­fernt wer­den soll­te. Ei­ne Po­li­zis­tin hat­te den Ab­schlepp­dienst ge­ru­fen, weil das Au­to des Man­nes auf dem Bür­ger­steig ab­ge­stellt war. Kurz nach­dem der Ab­schlepp­wa­gen ein­ge­trof­fen war, er­schien der Fah­rer und fuhr sein Au­to selbst weg. Das Ab­schlepp­un­ter­neh­men rich­te­te sei­ne Rech­nung an die Stadt, die sie um­ge­hend an den Au­to­fah­rer wei­ter gab – der nach ei­nem er­folg­lo­sen Vor­ver­fah­ren da­ge­gen klag­te. Er be­stritt, dass die Po­li­zis­tin das Ab­schlepp­un­ter­neh­men be­auf­tragt und sein Au­to Fuß­gän­ger be­hin­dert hat­te. Das Ge­richt gab der Stadt Lud­wigs­ha­fen Recht. Durch das auf dem Bür­ger­steig ge­park­te Au­to ha­be die­ser nicht mehr rich­tig be­nutzt wer­den kön­nen. Kä­men – wie im vor­lie­gen­den Fall – Fuß­gän­ger und Pas­san­ten mit Kin­der­wa­gen oder Roll­stuhl­fah­rer nicht mehr vor­bei, sei das Ab­schlep­pen zur Ab­wehr von Ge­fah­ren ge­recht­fer­tigt.

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