Ganz hei­ße Kis­te

Deut­sche Du­os trot­zen Hit­ze und er­rei­chen Vier­tel­fi­na­le

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Wi­en (dpa). Mit dem Eis­beu­tel im Na­cken ju­bel­ten Chan­tal La­bour­eur und Ju­lia Su­de auf dem hei­ßen Cen­ter Court über ih­ren Vier­tel­fi­nal-Ein­zug. Und auch die Olym­pia­sie­ge­rin­nen Lau­ra Lud­wig und Ki­ra Wal­ken­horst trotz­ten ges­tern bei der Beach­vol­ley­ball-WM in Wi­en er­neut den schwie­ri­gen Be­din­gun­gen. Bei­de deut­schen Top-Teams sind nur noch ein Spiel vom Me­dail­len­kampf ent­fernt. „Wir stei­gern uns von Spiel zu Spiel“, sag­te Rio-Sie­ge­rin Wal­ken­horst nach dem sou­ve­rä­nen 2:0 (21:16, 21:16) im Ach­tel­fi­na­le ge­gen die US-Ame­ri­ka­ne­rin­nen Sa­ra Hug­hes und Kel­ly Cla­es.

Die Welt­rang­lis­ten-Zwei­ten La­bour­eur/Su­de lie­ßen bei ex­tre­mem Som­mer­wet­ter Riik­ka Leh­to­nen und Ta­ru Lah­ti-Li­uk­ko­nen aus Finn­land kei­ne Chan­ce. Das 2:0 (21:17, 21:19) war für das schwä­bi­sche Duo bei Tem­pe­ra­tu­ren von mehr als 50 Grad in der Son­ne der fünf­te Sieg oh­ne Satz­ver­lust. Um den Ein­zug ins Halb­fi­na­le müs­sen sich La­bour­eur/Su­de heu­te mit dem ka­na­di­schen Team Sa­rah Pa­van und Me­lis­sa Hu­man-Pa­re­des aus­ein­an­der­set­zen.

„Die Hit­ze ist nicht das Pro­blem. Aber der Sand wird im Lau­fe des Spiels im­mer hei­ßer. Da muss man sich schnell be­we­gen, das ist auch nicht so schlecht“, sag­te Su­de lä­chelnd.

Im Sand wur­den mit­tels ei­nes Sau­na­ther­mo­me­ters – ein nor­ma­les Wet­ter­ther­mo­me­ter war zu­vor ge­platzt – am Don­ners­tag über 60 Grad ge­mes­sen. „Das Schlimms­te ist der Weg von der Bank zum Spiel­feld“, be­rich­te­te La­bour­eur. Denn der Court wird zwi­schen den Spie­len ge­wäs­sert, der Rest nicht.

Wäh­rend die Fia­ker-Pfer­de hit­ze­frei be­ka­men, lief auf der Do­nau­in­sel das vol­le WM-Pro­gramm. „Das ist si­cher ei­ne Her­aus­for­de­rung. Aber es ge­hört zum Beach­vol­ley­ball“, sag­te WM-Pres­se­chef Wal­ter Del­le Karth. Es ha­be zwar schon ei­ni­ge Fäl­le ge­ge­ben, dass Spie­ler mit Kreis­lauf­pro­ble­men be­han­delt wer­den muss­ten. Aber die me­di­zi­ni­sche Aus­zeit von fünf Mi­nu­ten hat im­mer ge­reicht, da­mit die Ak­teu­re wei­ter­spie­len konn­ten. Wenn bei ei­nem Spie­ler ei­ne Kör­per­tem­pe­ra­tur von über 39 Grad ge­mes­sen wür­de, müss­te der Tur­nier­arzt die­sen aus dem Spiel neh­men.

Rund 2,5 Li­ter Flüs­sig­keit ver­liert der Kör­per bei ei­nem Spiel bei den Be­din­gun­gen.

IM HEISSEN SAND be­hiel­ten Ju­lia Su­de (links) und Chan­tal La­bour­eur küh­len Kopf beim Zwei­satz­sieg im Ach­tel­fi­na­le ge­gen das fin­ni­sche Duo. Fo­to: dpa

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