Dis­kus­si­on um Krei­sel

An­ony­mes Schrei­ben im Kie­sel­bron­ner Rat ver­le­sen

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Kie­sel­bronn (msch). Zu­frie­den kann man im Kie­sel­bron­ner Rat­haus mit der „Halb­zeit­bi­lanz“der kom­mu­na­len Fi­nan­zen sein. Der Zwi­schen­be­richt von Käm­me­rer Wolf­gang Grun und Bür­ger­meis­ter Hei­ko Fa­ber zum 30. Ju­ni weist bei den auf das Jah­res­en­de hoch­ge­rech­ne­ten Er­trä­gen ein Brut­to-Plus von fast 500 000 Eu­ro auf.

Die Mehr­ein­nah­men sind da­bei ganz über­wie­gend der Ge­wer­be­steu­er (rund 400 000 Eu­ro hö­her) und dem Ge­mein­de­an­teil an der Ein­kom­men­steu­er (rund 100 000 Eu­ro im Plus) ge­schul­det.

Wäh­rend bei den Auf­wen­dun­gen die­je­ni­gen für das Ge­mein­de­per­so­nal um 70 000 Eu­ro un­ter dem An­satz lie­gen, müs­sen für die Um­la­gen bei Ge­wer­be­steu­er und Fi­nanz­aus­gleich so­wie die Kreis­um­la­ge rund 300 000 Eu­ro mehr be­rappt wer­den. Ins­ge­samt lie­gen die auf das Jah­res­en­de hoch­ge­rech­ne­ten Auf­wen­dun­gen mit rund 210 000 Eu­ro net­to im Plus. Ver­rech­net mit den hö­he­ren Er­trä­gen von ei­ner hal­ben Mil­li­on Eu­ro, darf mit ei­nem Ge­samt­p­lus von 250 000 Eu­ro bis 300 000 Eu­ro ge­rech­net wer­den. Plan­mä­ßig ver­lau­fen die bei­den gro­ßen In­ves­ti­ti­ons­maß­nah­men des Jah­res 2017, die Wie­der­nutz­bar­ma­chung des nicht mehr be­wohn­ba­ren Ge­bäu­de­teils des „Schaf­hau­ses“und die Sa­nie­rung der west­li­chen Wal­ter­stra­ße.

Kein Geld will man da­ge­gen in ei­ne et­wai­ge Um­ge­stal­tung der Pflanz­flä­che des „Kie­sel­bron­ner Krei­sels“in­ves­tie­ren, so der Te­nor im Ge­mein­de­rat. Das The­ma kam da­durch auf, dass Bür­ger­meis­ter Hei­ko Fa­ber in der Ge­mein­de­rats­sit­zung ein ab­sen­der­lo­ses Schrei­ben vor­las.

Dar­in hieß es, mit der Gestal­tung des Kie­sel­bron­ner Krei­sels sei „kein Staat zu ma­chen“, ganz im Ge­gen­satz zu ei­nem Krei­sel bei Rem­chin­gen. Ers­tens, so das der Hei­ter­keit nicht ent­beh­ren­de Fa­zit von Rat und Schul­tes, sei der Krei­sel an der Kreis­stra­ße ei­ne Sa­che des Krei­ses, zwei­tens sei der Kie­sel­bron­ner Krei­sel nicht zu­letzt mit hei­mi­schen Sträu­chern und Ge­höl­zen durch­aus an­spre­chend ge­stal­tet und drit­tens ha­be man nicht die Ab­sicht, den Krei­sel vom Kreis zu über­neh­men und Aber­tau­sen­de Eu­ro in des­sen Neu­ge­stal­tung und an­schlie­ßen­de Un­ter­hal­tung zu in­ves­tie­ren.

Die kann man für an­de­res bes­ser ge­brau­chen, et­wa für an­ste­hen­de In­ves­ti­tio­nen in die Was­ser­ver­sor­gung, die (der Pforz­hei­mer Ku­ri­er be­rich­te­te) ak­tu­ell un­ter Druck­schwan­kun­gen im Netz lei­det.

Hier wur­de jetzt ein Fach­bü­ro aus Bad Urach mit der Er­mitt­lung der grund­le­gen­den Da­ten für die Aus­ar­bei­tung ei­ner wei­te­ren Kon­zep­ti­on be­auf­tragt.

Der Ge­mein­de­rat stell­te ein­stim­mig den Jah­res­ab­schluss 2016 für den Ei­gen­be­trieb Was­ser­ver­sor­gung fest, der ein De­fi­zit in der Ge­winn- und Ver­lust­rech­nung in Hö­he von rund 39 700 Eu­ro ver­zeich­net.

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