Bre­mer Nach-We­hen

Meis­ter in Be­dräng­nis / Ver­trag mit Sal­lahi auf­ge­löst

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Karls­ru­he (da). Die Dis­kre­panz zwi­schen An­spruch und Wirk­lich­keit, zwi­schen Ei­gen­bild und Fremd­wahr­neh­mung klafft beim Karls­ru­her SC wie­der so ekla­tant aus­ein­an­der, dass es weh tut. De­nen, die mit Kri­tik le­ben müs­sen und de­nen, die für den Dritt­li­ga-Fuß­ball der ge­hab­ten Sor­te be­zah­len sol­len. „Zu schlecht ge­macht“, fand Chef­trai­ner Marc-Patrick Meis­ter sei­ne Mann­schaft aber bei de­ren 0:2 bei Wer­der Bre­men II am Mitt­woch. Ein Spiel, bei dem sie sich „sehr, sehr lang ge­macht“ha­be, wie Meis­ter fand. „Das war kein schlech­tes Aus­wärts­spiel von uns“, be­teu­er­te der 37-Jäh­ri­ge bei der Pres­se­kon­fe­renz, die auf das vier­te Sai­son­spiel heu­te (14 Uhr/ SWR) ge­gen den SV We­hen Wies­ba­den ein­stim­men soll­te. Der aus­ge­mus­ter­te Yl­li Sal­lahi wird die­ses nicht mal mehr von der Tri­bü­ne des Wild­park­sta­di­ons ver­fol­gen. Der Ver­trag mit ihm wur­de laut Sport­di­rek­tor Oli­ver Kreu­zer nun­mehr auf­ge­löst. Sal­lahi ha­be den KSC mit un­be­kann­tem Ziel ver­las­sen.

Wer­der sei „spiel­stark“und „selbst­be­wusst“ge­we­sen, führ­te Meis­ter nun an – und min­des­tens ge­nau­so selbst­si­cher hat der KSC den von Rü­di­ger Rehm trai­nier­ten Spit­zen­rei­ter zu er­war­ten, der sich die Füh­rungs­po­si­ti­on mit neun Zäh­lern und der Tor­dif­fe­renz von 6:0 mit Fortu­na Köln teilt, wo die Ba­de­ner am 18. Au­gust an­tre­ten wer­den. Da­zwi­schen war­tet auf den Zweit­li­ga-Ab­stei­ger die Auf­ga­be im DFB-Po­kal am Frei­tag (20.45 Uhr) ge­gen Bay­er Le­ver­ku­sen.

Wäh­rend sich auf der Face­book-Sei­te des Ver­eins, in ein­schlä­gi­gen Fo­ren und an den Stamm­ti­schen der Re­gi­on der Un­mut über Meis­ters Ar­beit mehrt, be­ton­te der Of­fen­siv­mann Marc Lo­renz, dass es da­zu kei­ne Ver­an­las­sung ge­be. Der 29-Jäh­ri­ge war im Som­mer aus We­hen zum KSC ge­kom­men und lob­te die Au­f­ar­bei­tun­gen Meis­ters. Auch sonst feh­le nur ein Er­folgs­er­leb­nis als Initi­al­zün­dung. „Wir sind sehr ge­fes­tigt, auch wenn die Er­geb­nis­se noch nicht stim­men“, ver­si­cher­te Lo­renz. Än­de­run­gen ge­gen­über der Start­elf dürf­te es heu­te kaum ge­ben – so wird auch Da­ni­el Gordon wie­der im Ab­wehr­zen­trum Po­si­ti­on be­zie­hen. Der Rück­keh­rer vom SV Sand­hau­sen schätzt: „Wir müs­sen ins­ge­samt kom­pak­ter sein. Es feh­len noch Au­to­ma­tis­men, Ab­läu­fe, ge­gen­sei­ti­ges Un­ter­stüt­zen. Das kommt aber nur über Spie­le.“

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