Spren­g­ob­jekt in der Ost­see

Die „Ex-Karls­ru­he“läuft noch ein letz­tes Mal von Wil­helms­ha­ven aus

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE -

BNN – Die Zeit der Fre­gat­te „Karls­ru­he“ist ab­ge­lau­fen. Die BNN be­rich­te­ten wie­der­holt von den Ab­schieds­sta­tio­nen des Ma­ri­ne­schiffs bis zu des­sen Au­ßer­dienst­stel­lung vor ei­ni­gen Wo­chen. Jetzt ist die ab­ge­ta­kel­te „Karls­ru­he“auf ih­re al­ler­letz­te Rei­se vor dem end­gül­ti­gen Ver­schrot­ten ge­gan­gen: Für „An­spreng­ver­su­che“, so der Ter­mi­nus der See­streit­kräf­te, wird die Ex-Karls­ru­he von ih­rem Hei­mat­ha­fen Wil­helms­ha­ven in die Ost­see ge­schleppt.

Die Fre­gat­te „Karls­ru­he“(F212) wur­de nach über 33 Jah­ren Di­enst­zeit im Ju­ni 2017 im Ma­ri­ne­ar­se­nal Wil­helms­ha­ven au­ßer Di­enst ge­stellt. „In den ver­gan­ge­nen Wo­chen wur­de das ehe­ma­li­ge Kampf­schiff der Bre­men-Klas­se dann im Ma­ri­ne­ar­se­nal auf ei­ne wei­te­re kurz­zei­ti­ge Ver­wen­dung vor­be­rei­tet“, be­rich­tet Diet­mar Bök­haus von dem gro­ßen deut­schen Ma­ri­ne­stütz­punkt. „Ei­ne Ver­wen­dung, die für die Si­cher­heit zu­künf­ti­ger Be­sat­zun­gen und Schif­fe von Be­deu­tung ist“, be­tont er.

Die An­spreng­ver­su­che die­nen der Ent­wick­lung von rea­li­täts­na­hen Schock­rech­nun­gen und Schock­si­mu­la­tio­nen und ver­bes­sern da­mit die Kon­struk­ti­ons­grund­la­gen für künf­ti­ge Ma­ri­ne­schif­fe. Da­zu wur­de das aus­ge­dien­te Schiff jetzt aus Wil­helms­ha­ven von zwei Bug­sier­schlep­pern an die Ost­see nach Kiel ver­legt. „Dem Ver­neh­men nach wer­den die deut­sche und die nie­der­län­di­sche Ma­ri­ne das Schiff für An­spren­gungs­ver­su­che nut­zen“, be­rich­tet Bök­haus.

Da­nach geht es zur End­sta­ti­on Ver­wer­tung. Nach Ab­ga­be an die Ve­beg GmbH wird je­des so „vor­be­han­del­te“Schiff an ei­nen in­ter­es­sier­ten Ab­neh­mer ver­äu­ßert und in des­sen Schlepp­tau sei­ne letz­te Rei­se an­tre­ten, er­klä­ren Ma­ri­ne-Ex­per­ten. Mit der Zer­le­gung des Rump­fes wird die De­mi­li­ta­ri­sie­rung voll­endet. Dem Schick­sal der ab­schlie­ßen­den Schrott­ver­wer­tung wird al­so auch die „Karls­ru­he“nicht ent­ge­hen.

NAMENLOS: Die Ex-“Karls­ru­he“heißt nur noch „F212“. Als Alt­ei­sen wird sie in die Ost­see ge­schleppt und zum Ob­jekt für Spreng­ver­su­che. Fo­to: Bök­haus

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