Ei­ni­ge Brenn­punk­te in Rem­chin­gen an­ge­steu­ert

Bun­des­tags­mit­glied Gun­ther Krich­baum dis­ku­tiert auf Som­mer­wan­der­tour mit den Ein­woh­nern / The­ma Ver­kehr ist all­ge­gen­wär­tig

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Ni­co Rol­ler

Rem­chin­gen. Kom­mu­nal­po­li­ti­sche Brenn­punk­te gab und gibt es in Rem­chin­gen be­kann­ter­ma­ßen mehr als ge­nug. War­um al­so nicht mal bei ei­ner Som­mer­wan­de­rung zu­sam­men mit dem CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Gun­ther Krich­baum ei­ni­ge da­von an­steu­ern? „Ei­nen Brenn­punkt ha­be ich schon ken­nen­ge­lernt“, sag­te er la­chend, nach­dem er mit sei­nem Hund „Lu­cky“aus dem Au­to ge­stie­gen war. Krich­baum mein­te die Sa­nie­rung der Bun­des­stra­ße 10, die mit ih­ren Um­lei­tungs­stre­cken der­zeit nicht nur ihm, son­dern auch vie­len an­de­ren Au­to­fah­rern zu schaf­fen ma­chen dürf­te. Über­haupt war das The­ma Ver­kehr bei der CDU-Som­mer­wan­de­rung all­ge­gen­wär­tig. Da wä­re zum Bei­spiel die of­fi­zi­ell als Orts­teil­ver­bin­dungs­stra­ße be­zeich­ne­te Um­ge­hungs­stra­ße, die die Nöt­tin­ger Orts­mit­te vom Ver­kehr ent­las­ten soll. Die ers­ten bei­den Bau­ab­schnit­te sind schon ab­ge­schlos­sen. Be­vor al­ler­dings der drit­te an­ge­gan­gen wer­den kann, muss der Pe­ti­ti­ons­aus­schuss des Land­tags noch über ei­ne Pe­ti­ti­on von An­woh­nern der Ge­wer­be­ge­bie­te Tul­la­stra­ße und Ei­sen­wie­se-Kitt ent­schei­den. Bür­ger­meis­ter Lu­caWil­helm Prayon gab sich bei der Som­mer­wan­de­rung ge­las­sen. Je­der, der sich dort an­ge­sie­delt ha­be, sei da­mals schon dar­über in­for­miert wor­den, dass in die­sem Be­reich ir­gend­wann ei­ne Orts­um­ge­hung kom­me, sag­te er. Im Üb­ri­gen sei Lärm­schutz im Be­bau­ungs­plan vor­ge­se­hen.

Ein an­de­res Ver­kehrs­pro­jekt, über das in der Ver­gan­gen­heit auch viel dis­ku­tiert wur­de, ist die Darms­ba­cher Röh­re. Erst vor we­ni­gen Ta­gen über­gab (wie be­rich­tet) das Re­gie­rungs­prä­si­di­um den ur­sprüng­lich nur als Pro­vi­so­ri­um ge­plan­ten Tun­nel zwi­schen Darms­bach und Nöt­tin­gen an die Ge­mein­de Rem­chin­gen. Nach lan­gen Ver­hand­lun­gen zahl­te die nur noch 15 000 Eu­ro Ab­lö­se­sum­me statt der zu­letzt vom Re­gie­rungs­prä­si­di­um ge­for­der­ten 30000 Eu­ro. Ein Um­stand, über den Krich­baum sich freu­te. Dar­an än­der­te auch ein Darms­ba­cher Bür­ger nichts, der ihm er­klär­te, die Röh­re wer­de sei­nen Be­ob­ach­tun­gen zu­fol­ge nur sel­ten von Fuß­gän­gern und Rad­fah­rern ge­nutzt. Von Tie­ren soll da­ge­gen die Grün­brü­cke ge­nutzt wer­den, die zwi­schen Darms­bach und Karls­bad an der Stel­le ent­ste­hen soll, wo frü­her die Nuss­weg­brü­cke ge­stan­den hat­te. Rund 50 Me­ter breit soll sie wer­den und ins­be­son­de­re Wild­kat­zen und Re­hen das Über­que­ren der sechs­spu­ri­gen Fahr­bahn er­mög­li­chen. Ge­nau dar­in se­hen vie­le Rem­chin­ger al­ler­dings ein Pro­blem: Ne­ben der Au­to­bahn ver­läuft ei­ne Kreis­stra­ße.

Kurt Ebel und vie­le sei­ner Rats­kol­le­gen be­fürch­ten, der Wild­wech­sel könn­te ei­ne Ge­fahr für die Au­to­fah­rer auf der Kreis­stra­ße dar­stel­len. Sein Vor­schlag: Un­ter der Kreis­stra­ße soll es ei­nen Durch­lass für Wild­tie­re ge­ben. Mehr als zwei St­un­den nahm sich Krich­baum Zeit, um mit den Rem­chin­gern über Kom­mu­nal­po­li­tik zu re­den. Rund 20 Teil­neh­mer wa­ren ge­kom­men. Sehr zur Freu­de des CDU-Ge­mein­de­ver­bands­vor­sit­zen­den und Or­ga­ni­sa­tor der Wan­de­rung Ro­land Krö­ner.

Um­ge­hungs­stra­ße und „Röh­re“er­wan­dert

ÜBER DIE GE­PLAN­TE GRÜN­BRÜ­CKE be­rich­te­te Kreis- und Ge­mein­de­rat Kurt Ebel (rechts im wei­ßen Hemd). Gun­ther Krich­baum (Zwei­ter von links) hör­te ihm bei sei­ner Som­mer­wan­der­tour zu. Fo­to: Rol­ler

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