Jah­res­er­geb­nis er­neut mit Über­schuss

Kö­nigs­ba­cher Dia­ko­nie­sta­ti­on „mo­biDik“wächst / Mehr An­fra­gen er­for­dern zu­sätz­li­ches Per­so­nal

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Kö­nigs­bach-St­ein (ufa). Der kon­ti­nu­ier­lich wach­sen­de Ge­schäfts­um­fang der Dia­ko­nie­sta­ti­on „mo­biDik“in Kö­nigs­bach freut die Ver­ant­wort­li­chen um den Vor­sit­zen­den Hel­mut Rex­roth, man müs­se aber dar­auf ach­ten, dass „un­ser ge­mein­nüt­zi­ger, selbst­lo­ser, dia­ko­ni­scher An­spruch nicht all­zu un­ter­neh­me­ri­schen Ver­lo­ckun­gen ge­op­fert wird“, so Rex­roth.

Er in­for­mier­te die Mit­glie­der­ver­samm­lung ge­mein­sam mit Ge­schäfts­füh­re­rin Ga­b­rie­le Rei­ling im evan­ge­li­schen Ge­mein­de­haus St­ein über die Ak­ti­vi­tä­ten der Sta­ti­on und auch dar­über, wie man den ge­stie­ge­nen An­for­de­run­gen ge­recht wird. Als Ur­sa­che für das Wachs­tum nann­te Rex­roth die äl­ter wer­den­den Men­schen in ei­ner sich ver­än­dern­den Ge­sell­schaft und den stei­gen­den Be­darf an Si­cher­heit im Al­ter. Ent­spre­chen­de un­ter­schied­li­che An­ge­bo­te und Qua­li­tä­ten wür­den an­ge­fragt. Al­lein 184 Pfle­ge­be­ra­tun­gen im Jahr 2016.

Dass sich die ge­setz­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen ver­bes­sert ha­ben, spü­re man deut­lich im Haus­wirt­schafts­be­reich. We­sent­lich mehr An­fra­gen er­for­der­ten in­des zu­sätz­li­ches Per­so­nal. Wei­te­re Grün­de für die Be­liebt­heit der Dia­ko­nie­sta­ti­on: „Wir sind gut – wir ha­ben in un­se­rer Ar­beit ei­ne ho­he Qua­li­tät, wir sind hilfs­be­reit, neh­men uns Zeit, sind zu­ver­läs­sig“, meint der Vor­sit­zen­de. Al­les in al­lem sei der Stand der Be­schäf­tig­ten von 50 im Jahr 2015 auf 60 im ver­gan­ge­nen Jahr an­ge­stie­gen. Eben­so sei­en die PDLS­tel­len (Pfle­ge­dienst­lei­tung) um ei­nen Stell­ver­tre­ter, den ge­lern­ten Al­ten­pfle­ger Klaus Mann, auf­ge­stockt wor­den. Mann ist der ers­te männ­li­che PDL-Mit­ar­bei­ter. Rex­roth nann­te des wei­te­ren drei Aus­zu­bil­den­de in der Pfle­ge, ei­ne Stu­den­tin, 15 Eh­ren­amt­li­che in den De­menz­grup­pen und 88 Mit­ar­bei­ten­de und Eh­ren­amt­li­che in der Nach­bar­schafts­hil­fe. Der ver­grö­ßer­te Ge­schäfts­um­fang spie­gelt sich auch in der Er­trags­la­ge wi­der: Die Bi­lanz­sum­me hat sich von 660 000 Eu­ro im Vor­jahr auf 756 000 Eu­ro 2016 er­höht. Der Be­triebs­er­trag stieg um 15 Pro­zent auf 1,6 Mil­lio­nen Eu­ro, al­lein der Per­so­nal­auf­wand um 16 Pro­zent auf knapp 1,3 Mil­lio­nen. Die Prü­fung durch die Treu­hand­stel­le ha­be, so Rei­ling, zu kei­ner­lei Ein­wän­den ge­führt. Das Er­geb­nis sei ei­ne Ba­sis für künf­tig zu be­wäl­ti­gen­de Auf­ga­ben. Da­zu ge­hör­ten nicht zu­letzt auch die in Ei­sin­gen ge­plan­te Wohn­ge­mein­schaft, „ein Her­zens­an­lie­gen“, so­wie wei­te­re not­wen­di­ge Ar­beits­räu­me für die Ver­wal­tung.

Rex­roth mahn­te an, die Or­ga­ni­sa­ti­on der Sta­ti­on müs­se schlan­ker wer­den, eben­so wer­de dar­über nach­ge­dacht, wie die Ta­ges­pfle­ge des Kran­ken­hilfs­ver­eins an die Dia­ko­nie­sta­ti­on über­tra­gen wer­den kön­ne, um Par­al­lel­struk­tu­ren und Dop­pel­zu­stän­dig­kei­ten zu ver­mei­den.

„Sprach­los“zeig­te sich Rex­roth am En­de dar­über, dass die Ver­tre­ter der St­ei­ner Kir­chen­ge­mein­de der Ver­samm­lung fern­ge­blie­ben wa­ren. „Das ist ein­fach schlech­ter Stil. Das ist ei­ne Nich­tWert­schät­zung.“Le­dig­lich Pfar­re­rin Ger­trud Diek­mey­er war zu Be­ginn an­we­send. Sie hielt ei­ne kur­ze And­acht für die Mit­glie­der ei­ner „Or­ga­ni­sa­ti­on, die sich auf den Glau­ben stützt“.

„HAHN“IM KORB: Der ers­te männ­li­che Mit­ar­bei­ter in der Pfle­ge­dienst­lei­tung vom „mo­biDik“ist Klaus Mann. Fo­to: ufa

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