Fehl­kauf an der Strand­bu­de

Schwimm­lern­hil­fen

Pforzheimer Kurier - - HOBBY UND FREIZEIT -

Ob Schwimm­flü­gel, Wes­ten, Gür­tel oder Ba­by­sitz­rin­ge – die Aus­wahl an Schwimm­lern­hil­fen ist groß. Aber et­was ha­ben sie al­le ge­mein­sam: Sie dür­fen nicht wie Spiel­zeug aus­se­hen und müs­sen die Norm EN 13138-1 tra­gen. Bei­spiels­wei­se bun­te Tier­chen, klei­ne Len­k­rä­der oder Hu­pen ha­ben an Schwimm­lern­hil­fen nichts ver­lo­ren, sagt Ralf Diek­mann vom TÜV Rhein­land. „Sie ha­ben aber Si­gnal­far­ben, da­mit sie auf dem Was­ser gut zu er­ken­nen sind.“

Und: Schwimm­lern­hil­fen sol­len Kin­dern den Zu­gang zum Was­ser er­leich­tern, sie sind aber kein ge­ne­rel­ler Schutz vor Er­trin­ken, wie Diek­mann sagt. „Die El­tern müs­sen trotz Schwimm­lern­hil­fe im­mer da­bei sein.“

Wer al­te Schwimm­flü­gel und Co aus dem Kel­ler holt, soll­te die­se vor dem ers­ten Frei­bad­be­such oder Ur­laub sorg­fäl­tig über­prü­fen. „Ist die Far­be an ei­ni­gen Stel­len stark ver­blasst, könn­te das Ma­te­ri­al brü­chig sein, dann kauft man lie­ber et­was neu­es“, sagt Diek­mann. Au­ßer­dem pus­ten El­tern das Pro­dukt am bes­ten ein­mal auf und las­sen es ein paar St­un­den lie­gen. „So sieht man bei­spiels­wei­se, ob die Ven­ti­le noch ganz dicht sind.“Denn zum Bei­spiel klei­ne St­ein­chen könn­ten die Ven­ti­le be­schä­di­gen.

Wich­tig ist die Kon­trol­le auch, da­mit man bei­spiels­wei­se nicht im Ur­laub an Strand­bu­den kau­fen muss. Dort sei­en den Tes­tern schon häu­fi­ger man­gel­haf­te Wa­ren auf­ge­fal­len – was für Kin­der le­bens­ge­fähr­lich wer­den kön­ne, sagt Diek­mann. „Hat bei­spiels­wei­se ein Ba­by­sitz­ring ei­nen fal­schen Schwer­punkt, dann kippt das Ba­by und ist kopf­über un­ter Was­ser.“

Statt­des­sen kau­fen El­tern am bes­ten beim ver­trau­ten Händ­ler, das Pro­dukt soll­te ein GS-Zei­chen tra­gen, und al­le Auf­schrif­ten und Warn­hin­wei­se soll­ten in deut­scher Spra­che sein. „Au­ßer­dem müs­sen die Pro­duk­te min­des­tens zwei Luft­kam­mern ha­ben“, sagt Diek­mann. Hat die Schwimm­lern­hil­fe an ir­gend­ei­ner Stel­le ein Loch, ist min­des­tens ei­ne an­de­re Luft­kam­mer in­takt, und das Pro­dukt hat trotz der Be­schä­di­gung noch Auf­trieb. Wich­tig ist auch, dass die Ven­ti­le so­ge­nann­te Rück­schlag­klap­pen ha­ben, da­mit die Luft nicht ent­weicht, wenn sich das Ven­til öff­net.

Ähn­lich wie Spiel­zeug soll­ten El­tern beim Kauf auch ih­rer Na­se ver­trau­en: Ein leich­ter Ge­ruch nach Gum­mi ist ganz nor­mal, aber das Pro­dukt darf nicht pe­ne­trant rie­chen. „Ist der Ge­ruch bei­spiels­wei­se sehr süß, ähn­lich wie Mot­ten­pul­ver, weißt das auf Naph­tha­lin hin, das im Ver­dacht steht, krebs­er­re­gend zu sein.“So­phia Wei­mer

HIN­EIN INS VER­GNÜ­GEN: Auch wenn die Klei­nen Schwimm­flü­gel tra­gen, dür­fen El­tern sie nicht aus den Au­gen las­sen. Archivfoto: Käst­le

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