Stu­den­ti­sche Renn­fah­rer er­obern Ho­cken­heim

Bei der For­mu­la Stu­dent mes­sen sich ab mor­gen Nach­wuchs­in­ge­nieu­re mit ih­ren selbst kon­stru­ier­ten Bo­li­den

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Mar­kus Mer­tens

Ho­cken­heim/Karls­ru­he Es ist der ganz gro­ße Traum: Auch als nicht pro­fes­sio­nel­ler Renn­fah­rer die Stre­cken die­ser Welt ein­mal selbst im Cock­pit er­obern zu kön­nen. Die For­mu­la Stu­dent Ger­ma­ny (FSG) nimmt ge­nau die­se Vi­si­on seit 2006 in den Blick. Die bes­ten Jung­kon­struk­teu­re von Hoch­schu­len aus al­len Kon­ti­nen­ten be­fas­sen sich da­bei nicht nur theo­re­tisch mit den Bo­li­den, die je­dem pas­sio­nier­ten Renn­sport­fan das Aben­teu­er im Ge­schwin­dig­keits­rausch er­mög­li­chen sol­len: Sie bau­en die Renn­wa­gen auch, um mit­ein­an­der zu kon­kur­rie­ren. Vom mor­gi­gen Di­ens­tag bis zum 13. Au­gust wett­ei­fern die Hoch­schul­renn­fah­rer nun wie­der auf dem Ho­cken­heim­ring.

In den Klas­sen Ver­bren­nungs­mo­to­ren (Com­bus­ti­on) und Elek­tro­mo­to­ren (Electric) star­ten ins­ge­samt 100 Teams aus Deutsch­land, Ös­ter­reich und der Schweiz, aber auch Län­dern wie In­di­en, Russland und En­g­land.

Der Ho­cken­heim­ring wird da­bei auch zum Schau­ort ei­nes welt­wei­ten Wett­streits der Phi­lo­so­phi­en. Denn seit Be­ginn der Se­rie ist klar: Bei der For­mu­la Stu­dent geht es nicht nur um Ge­schwin­dig­keit, Wen­dig­keit und ei­ne eben­so si­che­re wie aus­dau­ern­de Kon­struk­ti­on. Auch die Ein­hal­tung ei­nes Bud­gets, das Re­kru­tie­ren weg­wei­sen­der In­dus­trie­part­ner, ei­ne Wirt­schaft­lich­keit auf Dau­er und das De­sign müs­sen vor ei­ner Ju­ry un­ter Be­weis ge­stellt wer­den.

Die Teams des Karls­ru­her In­sti­tuts für Tech­no­lo­gie (KIT) mit ih­rem Ver­ein KARaceIng wer­den in Ho­cken­heim wie­der mit von der Par­tie sein – und ha­ben da­bei gu­te Chan­cen, mit vor Stolz ge­schwell­ter Brust zu­rück­zu­keh­ren. Denn wenn­gleich man sich im ver­gan­ge­nen Jahr in der Ver­bren­ner-Klas­se mit ei­nem 19. Rang noch deut­lich hin­ter der Mann­schaft der Karls­ru­her Hoch­schu­le für Tech­nik und Wirt­schaft (10. Platz) zu­frie­den­ge­ben muss­te, sorg­te das Karls­ru­her Elek­tro-Team mit sei­nem „KIT K16e“, im­po­nie­ren­den 917,87 von 1 000 zu er­rei­chen­den Zäh­lern und ei­nem deut­li­chen Ab­stand zur Kon­kur­renz aus Delft und Stutt­gart fast schon für ei­nen Klas­sen­un­ter­schied, den das Team nun ver­tei­di­gen will.

Doch der Blick rich­tet sich auch wei­ter nach vorn: Wo sich letz­tes Jahr erst­mals nur die Kon­zep­te für ei­ne gänz­lich fah­rer­lo­se Klas­se vor­stell­ten, wer­den sich in die­sem Jahr die ers­ten rea­li­sier­ten For­mel-Bo­li­den in der brand­neu­en Klas­se For­mu­la Stu­dent Dri­ver­less (FSD) mit­ein­an­der mes­sen. Man darf ge­spannt sein, ob es dem Team des KIT, das 2016 mit sei­nem Kon­zept den fünf­ten Platz hol­te, ge­lun­gen ist, den Ab­stand zu den Teams aus Zwi­ckau, Darm­stadt und Mün­chen auf­zu­ho­len.

Auch 15 fah­rer­lo­se Bo­li­den star­ten erst­mals

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