Schon gut in Schuss

Bei 1899-Sieg sorgt Ak­po­gu­ma für emo­tio­na­le No­te / Ver­trag mit Hüb­ner ver­län­gert

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Sins­heim (lsw). Der ers­te Pro­fi-Auf­tritt im Tri­kot von 1899 Hof­fen­heim ge­riet für Kevin Ak­po­gu­ma zu ei­ner emo­tio­na­len An­ge­le­gen­heit. Knapp vier Mo­na­te nach ei­nem Hals­wir­bel­bruch, der ihn fast zum In­va­li­den ge­macht hät­te, stand der 22-Jäh­ri­ge am Sams­tag beim 3:0 im Test­spiel ge­gen den FC Bo­lo­gna erst­mals wie­der auf dem Ra­sen. „Das be­deu­tet mir sehr viel. Dan­ke an den Trai­ner“, sag­te der frü­he­re Pro­fi des Karls­ru­her SC und stell­te zu­frie­den fest: „Ich bin wie­der da.“

Im Tri­kot von Fortu­na Düsseldorf hat­te sich der Ab­wehr­spie­ler, der von der TSG 2015 für zwei Jah­re an die Rhein­län­der aus­ge­lie­hen wor­den war, am 21. April im Zweit­li­ga­spiel ge­gen den FC St. Pau­li die schwe­re Ver­let­zung zu­ge­zo­gen. „Die Ärz­te mein­ten, ein paar Mil­li­me­ter mehr und ich hät­te im Roll­stuhl sit­zen kön­nen oder wä­re kom­plett weg ge­we­sen“, be­rich­te­te Ak­po­gu­ma. „Als ich ein paar Ta­ge spä­ter al­les be­we­gen konn­te, war ich sehr hap­py.“

Seit ei­ni­gen Wo­chen trai­niert Ak­po­gu­ma wie­der. „Die Ver­let­zung ist noch nicht ganz raus aus dem Kopf. Ich hof­fe aber, das geht schnell“, er­klär­te er. Für den Bun­des­li­ga-Ka­der reicht es der­zeit noch nicht, wes­halb Ak­po­gu­ma beim DFB-Po­kal-Auf­takt in Er­furt ams Sams­tag (18.30 Uhr) feh­len und sei­nen Kol­le­gen in der Cham­pi­ons-Le­ague-Qua­li­fi­ka­ti­on ge­gen den FC Li­ver­pool auf der Tri­bü­ne die Dau­men drü­cken wird. „Er ist noch kei­ne Al­ter­na­ti­ve, braucht Zeit, um sich zu ent­wi­ckeln“, sag­te TSG-Trai­ner Ju­li­an Na­gels­mann. Der Kurz­auf­tritt ge­gen Bo­lo­gna sei ei­ne gu­te Ge­le­gen­heit ge­we­sen, „sich be­wusst zu wer­den, wel­ches Glück er hat­te, dass er noch Fuß­ball spie­len kann. Die­sen Mo­ment woll­te ich ihm ge­ben“, so Na­gels­mann. Mit dem Test­sieg, den Pa­vel Ka­de­ra­bek (16.), Lu­kas Rupp (19.) und Bay­ern-Leih­ga­be Ser­ge Gn­ab­ry (58.) mit sei­nem Pre­mie­ren­tref­fer vor of­fi­zi­ell 12 887 Zu­schau­ern her­aus­schos­sen, war der TSG-Coach sehr zu­frie­den. Auch wenn die Chan­cen­ver­wer­tung ge­gen die nach ei­ner Ro­ten Kar­te für Va­si­lei­os To­ro­si­dis (30./Tät­lich­keit) ei­ne Stun­de lang de­zi­mier­ten Gäs­te „nicht so ro­sig war“, wie er fest­stell­te. Den­noch be­ton­te Na­gels­mann: „Ich ge­he mit ei­nem gu­ten Ge­fühl in die Sai­son.“Dar­an än­der­te auch die 1:2-Nie­der­la­ge ges­tern in ei­nem in­ter­nen Test ge­gen den glei­chen Geg­ner nichts.

Zu­vor gab der Bun­des­li­gist die vor­zei­ti­ge Ver­trags­ver­län­ge­rung von Ab­wehr­spie­ler Ben­ja­min Hüb­ner (28) bis Som­mer 2021 be­kannt. „Benni hat bei uns ei­ne au­ßer­ge­wöhn­li­che Ent­wick­lung ge­nom­men“, sag­te Na­gels­mann über den ehe­ma­li­gen In­gol­stadter.

Fo­to: ima­go

ZU­RÜCK am Ball: Kevin Ak- po­gu­ma.

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