Pfle­ge in Not

Pforzheimer Kurier - - FERNSEHEN -

„Die Ka­ra­wa­ne der Pfle­ge­rin­nen“(ar­te, 22.50 Uhr): Am spä­te­ren Abend fragt ar­te in zwei Fil­men, war­um es zu we­nig Pfle­ge­kräf­te gibt – so­wohl in den mehr als 10 000 Pfle­ge­hei­men als auch in den pri­va­ten Haus­hal­ten. Pfle­ge­rin­nen aus Ost­eu­ro­pa wer­den meist schlecht be­zahlt, dar­über hin­aus zwei­gen Ver­mitt­lungs­agen­tu­ren ho­he Pro­vi­sio­nen ab. So­zi­al­leis­tun­gen wer­den häu­fig um­gan­gen und nach­träg­lich mil­lio­nen­fach ein­ge­for­dert. Be­trof­fe­ne klag­ten nun vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt: Der Staat ver­let­ze sei­ne Für­sor­ge­pflicht und die Grund­rech­te der Pfle­ge­be­dürf­ti­gen. Der Film „Der Pfle­ge­auf­stand“(23.45 Uhr) von Aria­ne Riecker zeigt un­ter an­de­rem, dass die Pfle­ge zu ei­nem lu­kra­ti­ven Ge­schäft ge­wor­den ist, das die In­ter­es­sen der Pfle­ge­be­dürf­ti­gen zu we­nig ver­tritt.

Zu­vor zeigt die Re­por­ta­ge „Die Ka­ra­wa­ne der Pfle­ge­rin­nen“, wie Po­lin­nen je­ne Ar­beit über­neh­men, die Deut­sche nicht ma­chen wol­len oder kön­nen. Nicht sel­ten wer­den die Pri­vat­woh­nun­gen, in de­nen die Pfle­ge­rin­nen le­ben, zum „Aus­beu­tungs­ort“, der Ver­dienst für die Rund-um-dieUhr-Be­treu­ung ori­en­tiert sich am Min­dest­lohn, und Ver­mitt­lungs­agen­tu­ren be­hal­ten laut Kri­ti­kern ei­nen viel zu ho­hen Teil des Brut­to­ein­kom­mens zu­rück. tsch

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