Ros­si­ni-Ra­ri­tät

Pforzheimer Kurier - - KULTUR -

Das Ros­si­ni-Fes­ti­val in Bad Wild­bad, des­sen jüngs­te Aus­ga­be im Ju­li statt­fand, prä­sen­tiert im­mer wie­der Ra­ri­tä­ten des ita­lie­ni­schen Kom­po­nis­ten, die auch auf CD er­schei­nen. Nun ist die „Ur­fas­sung“von Gioa­chi­no Ros­si­nis „Sta­bat Ma­ter“erst­mals auf CD zu hö­ren, ei­ne Ge­mein­schafts­ar­beit mit Gio­van­ni Ta­do­li­ni. Ros­si­ni schuf erst zehn Jah­re nach der Ma­dri­der Urauf­füh­rung das „Sta­bat Ma­ter“die heute be­kann­te Fas­sung, in­dem er die Ab­schnit­te Ta­do­li­nis durch ei­ge­ne Kom­po­si­tio­nen er­setz­te. An­to­nio Fo­glia­ni, der um­sich­ti­ge Di­ri­gent am Pult der so­li­den Würt­tem­ber­gi­schen Phil­har­mo­nie Reut­lin­gen, hat die nur im Kla­vier­aus­zug vor­lie­gen­den Ab­schnit­te Ta­do­li­nis für die­se recht an­spre­chend mu­si­zier­te Auf­füh­rung in­stru­men­tiert. Zu­dem prä­sen­tiert Fo­glia­ni mit der her­vor­ra­gen­den Mez­zo­so­pra­nis­tin Ma­ri­an­na Piz­zo­la­to die Er­stein­spie­lung der Orches­ter­fas­sung der dra­ma­ti­schen Kan­ta­te „Gio­v­an­na d’Ar­co“, für die Mar­co Tar­al­li in An­leh­nung an Ros­si­nis Stil sorg­te – ur­sprüng­lich war das Werk für Kla­vier und Mez­zo kon­zi­piert. Wer sich für die un­er­kann­ten Sei­ten Ros­si­nis in­ter­es­siert, ist mit die­sem mu­si­ka­lisch zwi­schen so­li­de und sehr an­spre­chend schwan­ken­den Li­ve­mit­schnitt gut be­dient. sws

Ros­si­ni: Sta­bat Ma­ter, Gio­v­an­na d’Ar­co. Na­xos CD 8573531, 71:20 Mi­nu­ten Spiel­dau­er, 10,99 Eu­ro.

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