Lü­pertz hält da­ge­gen

Künst­ler ver­tei­digt Karls­ru­her Pro­jekt

Pforzheimer Kurier - - ERSTE SEITE - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Micha­el Hübl MAR­KUS LÜ­PERTZ plant „Ge­ne­sis“. Fo­to: dpa

Karls­ru­he. Mar­kus Lü­pertz wehrt sich ge­gen den Vor­wurf, er ha­be sich mit sei­nem Pro­jekt „Ge­ne­sis“kei­nem Wett­be­werb un­ter­zo­gen. Sein Plan, in den sie­ben Sta­tio­nen der künf­ti­gen Karls­ru­her Un­ter­pflas­terStra­ßen­bahn (U-Strab) Ma­jo­li­ka-Re­liefs zum The­ma „Ent­ste­hung der Welt“zu zei­gen, kos­te die Stadt „kei­nen Pfen­nig“. Das Vor­ha­ben, um des­sen Fi­nan­zie­rung sich der um­strit­te­ne ehe­ma­li­ge Ma­jo­li­ka-Chef An­ton Goll be­müht, ist zu­letzt mit un­ter­schied­li­chen Ar­gu­men­ten kri­ti­siert wor­den.

In ei­nem BNN-Ge­spräch gab der mehr­fach­be­gab­te Künst­ler ges­tern zu vers­te- hen, dass er hin­ter den Ein- wän­den ge­gen das Un­ter­neh­men we­ni­ger Vor­be­hal­te ge­gen sei­ne Kunst als ge­gen sei­ne Per­son ver­mu­tet. Un­ter an­de­rem är­gert ihn die Be­haup­tung, „dass da ein rei­cher Künst­ler kommt, der die Stadt zu­pflas­tert – das ver­bit­te ich mir,“er­klär­te Lü­pertz: „Bei fünf Kin­dern kann man gar nicht reich wer­den.“

Der Ma­ler, der sich auch als Free-Jaz­zer und Po­et, vor al­lem aber als Plas­ti­ker be­tä­tig­te, legt Wert auf die Fest­stel­lung, dass ihn „ein rein künst­le­ri­sches In­ter­es­se“be­wo­gen ha­be, die Stadt zu bit­ten, in den U-Strab-Sta­tio­nen sei­ne Kunst prä­sen­tie­ren zu dür­fen. Be­geis­tert zeigt er sich von dem Ma­te­ri­al Ma­jo­li­ka, das sei­ner Mei­nung nach wie­der in der Ar­chi­tek­tur mehr Ver­wen­dung fin­den soll­te. Zeit­ge­sche­hen

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