Mora­li­sche Ma­xi­me

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Die De­bat­te um Wul­ffs Eh­ren­sold ist das The­ma der fol­gen­den Kom­men­tar­aus­zü­ge:

Er will of­fen­bar noch im­mer nicht be­grei­fen: Es gibt Din­ge auf der Welt, die nicht il­le­gal sind, die ein ehe­ma­li­ger oder gar am­tie­ren­der Bun­des­prä­si­dent aber bes­ser blei­ben lässt. Da gilt das, was Müt­ter ih­ren Kin­dern frü­her, meist mit Er­folg, ein­trich­ter­ten: „Das macht man nicht!“Das ist kei­ne ju­ris­ti­sche, aber ei­ne mora­li­sche Ma­xi­me. Die ist wich­ti­ger als die Fra­ge, ob man die Re­geln für den Eh­ren­sold jetzt än­dert.

All­ge­mei­ne Zei­tung, Mainz Das Pro­blem da­bei ist nicht der Ein­zel­fall Wul­ff – son­dern die Tat­sa­che, dass er nur die Spit­ze des sprich­wört­li­chen Eis­bergs mar­kiert. Wer auch im­mer in ge­ho­be­ner po­li­ti­scher Po­si­ti­on für ei­ne Kom­mu­ne, ein Bun­des­land oder gar die Re­pu­blik ge­ar­bei­tet und es in dem Amt ei­ni­ge Jah­re aus­ge­hal­ten hat, darf sich si­cher sein, dass er nach sei­ner ak­ti­ven Zeit fi­nan­zi­ell sehr weich lan­det. Es darf aber nicht sein, dass die Politik in ei­ge­ner Sa­che ei­ne Groß­zü­gig­keit an den Tag legt, die sie Rent­nern und Ar­beits­lo­sen oft ver­wei­gert. Nürn­ber­ger Nach­rich­ten

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