„Wo wa­ren Sie ges­tern um zwölf?“

Das DRK stellt beim Ak­ti­ons­tag die Ge­dächt­nis­trai­nings­kur­se vor

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Ron Tee­ger

„Wir wol­len beim Ak­ti­ons­tag heu­te das An­ge­bot des Ge­dächt­nis­trai­nings beim DRK vor­stel­len“, er­zählt Ab­tei­lungs­lei­te­rin Ute Fied­rich. Zu­sam­men mit den drei Ge­dächt­nis­trai­ne­rin­nen Eli­sa­beth Hauth, In­grid Päl­mer und Ma­rie-Lui­se Müh­le­der ver­sucht Fied­rich ins­be­son­de­re äl­te­re Men­schen da­bei zu un­ter­stüt­zen, gesund und geis­tig fit ins Al­ter zu kom­men.

Zwei­mal im Jahr fin­den an zehn Aben­den für je­weils 90 Mi­nu­ten die Ge­dächt­nis­trai­nings­kur­se statt. „Je­der Kurs kos­tet 50 Eu­ro und wird von man­chen Kran­ken­kas­sen be­reits über­nom­men“, er­zählt Ute Fied­rich. Die Kos­ten je­doch sol­len kein Grund da­für sein, an ei­nem Kurs nicht teil­neh­men zu kön­nen. So prü­fe man in Ein­zel­fäl­len, ob ei­ne fi­nan­zi­el­le Not­la­ge vor­lie­ge und neh­me schon ein­mal je­man­den gra­tis mit in den Kurs, so Fied­rich wei­ter. Da man­che Teil­neh­mer Angst hät­ten, für se­nil ge­hal­ten zu wer­den, wenn sie an ei­nem sol­chen Kurs teil­näh­men, sei­en die Kur­se in sich ge­schlos­sen, so dass nie­mand frem­des von au­ßen ein­fach hin­zu­kom­men kön­ne, be­ru­higt Fied­rich.

In ei­nem Vor­trag er­klärt Ma­rie-Lui­se Müh­le­der In­ter­es­sier­ten, was ge­nau man un­ter ei­nem ganz­heit­li­chen Ge­dächt­nis­trai­ning ver­steht und wie die Kur­se auf­ge­baut sind. Es ge­he hier­bei nicht nur um das Ge­hirn und den Geist, die trai­niert wer­den sol­len, son­dern zu­sätz­lich um See­le, Kör­per so­wie An­span­nung und Ent­span­nung. Der Geist neh­me nur drei­vier­tel des Kur­ses in An­spruch. Hier wür­den Wahr­neh­mung, Kon­zen­tra­ti­on und Merk­fä­hig­keit ge­schult. Was hat man vor zwei Ta­gen um zwölf Uhr Mit­tags ge­macht? Mit wem hat man sich ge­trof­fen? Was war das ers­te Au­to das man be­ses­sen hat? „Ei­ne Iset­ta“, ruft ei­ne Frau und er­gänzt über das Lachen der an­de­ren hin­weg: „Ehr­lich. Das war un­ser ers­tes Au­to“.

Auch Wort­fin­dung, lo­gi­sches Den­ken, Struk­tu­rie­ren, Denk­fle­xi­bi­li­tät oder Fan­ta­sie und Krea­ti­vi­tät ste­hen auf dem Plan. Beim as­so­zia­ti­ven Den­ken, flüs­tert Eli­sa­beth Hauth von hin­ten: „Wir sa­gen un­se­ren Teil­neh­me­rin­nen im­mer sie sol­len sich vor­stel­len wie sie in der Wil­hel­ma ein Wal­ross se­hen und den­ken ,Ach Gott, mor­gen kommt ja die Frie­da‘“und lacht. Für den Kör­per gibt es Be­we­gungs­übun­gen und für An­span­nung und Ent­span­nung, Pau­sen, Mu­sik und iso­me­tri­sche Übun­gen, wie das Hand­flä­chen an­ein­an­der drü­cken.

„In un­se­ren Kur­sen wird im­mer viel ge­lacht“, be­tont Müh­le­der, wie wich­tig ge­ra­de auch der Hu­mor in den Kur­sen sei. Im Ne­ben­raum kön­nen sich die Be­su­cher an klei­nen Spie­len und Rät­seln ver­su­chen, die zum Bei­spiel das lo­gi­sche Den­ken för­dern sol­len. Geo­me­tri­sche For­men nach­bau­en, Me­mo­ry, aus Bil­dern und Wor­ten, neue Wor­te bil­den wer­den ge­nau wie die an­de­ren An­ge­bo­te be­geis­tert aus­pro­biert.

GEDÄCHTNISTRAINERIN Ma­rie-Lui­se Müh­le­der zeigt Hil­de Ren­sch­ler und Re­gi­na Neu­wirth (von links) ei­nes der Spie­le beim DRK-Ak­ti­ons­tag Ge­dächt­nis­trai­ning. Fo­to: Tee­ger

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