Nach­fra­ge nach Bau­land wächst

Knitt­lin­gen und Re­gio­nal­ver­band ko­ope­rie­ren

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Jür­gen Pe­che

Knitt­lin­gen/Enz­kreis. Die Stadt Knitt­lin­gen ver­zeich­net seit ge­rau­mer Zeit ei­ne enor­me Nach­fra­ge nach Bau­land. „Bei uns mel­den sich mo­nat­lich zwi­schen 30 und 50 In­ter­es­sen­ten“, sagt Knitt­lin­gens Bür­ger­meis­ter Heinz-Pe­ter Hopp. Die vor­han­de­nen Flä­chen­re­ser­ven der Faust­stadt rei­chen aber nicht aus, um den Be­darf von 10,6 Hekt­ar an neu­en Wohn­bau­flä­chen zu de­cken. Die­se Grö­ßen­ord­nung er­gibt sich laut Hopp aus ei­ner Po­ten­zi­al­ana­ly­se der „Kom­mu­nal­ent­wick­lung Ba­denWürt­tem­berg“, die der Kom­mu­ne bei der Ent­wick­lung hilft.

Die Su­che nach Flä­chen zeig­te, dass ei­ne wei­te­re Ent­wick­lung der Ge­mein­de nur auf Ge­bie­ten mög­lich ist, die der Re­gio­nal­ver­band Nord­schwarz­wald für den Frei­raum­schutz und die Sied­lungs­glie­de­rung in Gestalt ei­nes re­gio­na­len Grün­zugs so­wie als Vor­rang­ge­biet für die Land­wirt­schaft re­ser­viert hat. Des­halb ha­ben der Re­gio­nal­ver­band und die Stadt Knitt­lin­gen ge­mein­sam fol­gen­den Lö­sungs­vor­schlag er­ar­bei­tet: Die Ge­mein­de kann die fa­vo­ri­sier­ten Flä­chen für den Wohn­bau nut­zen, stimmt aber im Ge­gen­zug der Neu­aus­wei­sung ei­nes re­gio­na­len Grün­zugs so­wie ei­nes neu­en Vor­rang­ge­bie­tes für die Land­wirt­schaft zu. Da­mit kann der Ein­griff in vol­lem Um­fang aus­ge­gli­chen wer­den.

Die­se Ei­ni­gung wur­de ges­tern in Form ei­nes „raum­ord­ne­ri­schen Ver­trags“fest­ge­schrie­ben. Die­sen hat Knitt­lin­gens Bür­ger­meis­ter Hopp ge­mein­sam mit dem Di­rek­tor des Re­gio­nal­ver­ban­des Nord­schwarz­wald, Mat­thi­as Pro­s­ke, in Ge­gen­wart des Ver­bands­vor­sit­zen­den, Jür­gen Kurz, in Pforz­heim un­ter­zeich­net. Die bei­den künf­ti­gen Bau­ge­bie­te be­fin­den sich in den Ge­wan­nen „Schaf­gar­ten“(6,7 Hekt­ar) und „Am Kalk­ofen (3,9 Hekt­ar), um­fas­sen al­so zu­sam­men 10,6 Hekt­ar Brut­to-Bau­land­flä­che. In un­mit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft der bei­den Ge­wan­ne lie­gen auch die jetzt neu fest­ge­leg­ten Aus­gleichs­flä­chen.

Im Zu­ge der Um­le­gung muss man laut Hopp mit rund 30 bis 35 Pro­zent Ab­zug durch Ver­kehrs­flä­chen und an­de­re Nut­zun­gen rech­nen. Wie vie­le Bau­plät­ze und so­mit auch Wohn­ein­hei­ten hier ent­ste­hen kön­nen, so­wie die Art der bau­li­chen Nut­zung liegt an der Aus­ge­stal­tung der Pla­nung durch den Gemeinderat. Hopp nimmt an, dass die Auf­stel­lung des Be­bau­ungs­plans noch En­de

Hopp: Bau­land­prei­se in Knitt­lin­gen sind güns­tig

die­ses Jah­res oder An­fang 2018 er­folgt. Er ge­he da­von aus, dass es ei­nen Be­darf an Plät­zen für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­ser so­wie an Dop­pel­häu­ser gibt. „Die Um­le­gung soll auf je­den Fall mit ei­ner Bau­ver­pflich­tung ver­se­hen wer­den“, stellt Hopp in Aus­sicht. Knitt­lin­gen sei noch ei­ne „Oa­se güns­ti­ger Bau­land­prei­se“. Er geht der­zeit von Prei­sen in Hö­he von 220 Eu­ro pro Qua­drat­me­ter aus – wo Rich­tung Maul­bronn zum Bei­spiel schon 300 Eu­ro Stan­dard sei­en.

ÜBEN DEN SCHULTERSCHLUSS: Ver­bands­di­rek­tor Mat­thi­as Pro­s­ke, Knitt­lin­gens Bür­ger­meis­ter Heinz-Pe­ter Hopp und Ver­bands­vor­sit­zen­der Jür­gen Kurz (sit­zend von links) so­wie Kers­tin Bau­mann vom Re­gio­nal­ver­band, Bau­amts­lei­ter Vol­ker Just und Joa­chim Bott vom Pla­nungs­aus­schuss des Re­gio­nal­ver­bands (ste­hend von links). Fo­to: Pe­che

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