Bil­dungs­zeit­ge­setz

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Seit dem 1. Ju­li 2015 kön­nen Be­schäf­tig­te in Ba­den-Würt­tem­berg Bil­dungs­zeit neh­men. Das be­deu­tet, dass sie sich für bis zu fünf Tage pro Jahr von der Ar­beit frei­stel­len las­sen kön­nen, um sich wei­ter­zu­bil­den. Lohn oder Ge­halt muss der Ar­beit­ge­ber in der Zeit wei­ter zah­len, die Kos­ten für die Wei­ter­bil­dung trägt je­der Ar­beit­neh­mer selbst. Mög­lich sind be­ruf­li­che Wei­ter­bil­dung, po­li­ti­sche Bil­dung und auch die Wei­ter­bil­dung für be-

stimm­te eh­ren­amt­li­che Tä­tig­kei­ten, zum Bei­spiel im Sport oder im Na­turund Um­welt­schutz. Die Maß­nah­men müs­sen bei ei­ner ei­gens da­für an­er­kann­ten Bil­dungs­ein­rich­tung oder ei­nem an­de­ren Trä­ger ab­sol­viert wer­den – zu Hau­se ein Buch zu le­sen, und sei es ein Fach­buch, gilt nicht als Bil­dungs­zeit. Es be­steht zwar ein ge­setz­li­cher An­spruch, der Ar­beit­ge­ber muss die Bil­dungs­zeit aber nicht in je­dem Fall ge­neh­mi­gen. Das gilt zum Bei­spiel, wenn so vie­le Kol­le­gen krank oder im Ur­laub sind, dass der Be­triebs­ab­lauf be­ein­träch­tigt wür­de. Be­trie­be mit we­ni­ger als zehn Be­schäf­tig­ten müs­sen ge­ne­rell kei­ne Bil­dungs­zeit ge­neh­mi­gen. lsw

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