Mus­ter­kla­ge ein­ge­reicht

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Stutt­gart/Karls­ru­he (kam). Wenn Haus­ei­gen­tü­mer für die Er­neue­rung ih­rer Stra­ße zur Kas­se ge­be­ten wer­den, kön­nen schnell ei­ni­ge Tau­send Eu­ro zu­sam­men­kom­men. Der Bund der Steu­er­zah­ler lässt jetzt mit ei­ner Mus­ter­kla­ge prü­fen, ob die da­für zu zah­len­den Be­trä­ge als Hand­wer­ker­leis­tung in der Steu­er­er­klä­rung ab­ge­setzt wer­den kön­nen. Bis­lang wird das von den Fi­nanz­äm­tern nicht an­er­kannt, weil die Leis­tung von der Kom­mu­ne er­bracht und per Be­scheid ab­ge­rech­net wer­de.

Sind Er­schlie­ßungs­bei­trä­ge von der Steu­er ab­setz­bar?

Hin­ter­grund ist der Fall ei­nes Ehe­paars aus Bran­den­burg, des­sen Steu­er­be­ra­te­rin 50 Pro­zent der Kos­ten für die Stra­ßen­er­neue­rung als Ar­beits­kos­ten in der Steu­er­er­klä­rung an­ge­setzt hat­te. Das Fi­nanz­amt er­kann­te das nicht an. Ge­gen den ab­leh­nen­den Ein­spruchs­be­scheid rich­tet sich nun die Kla­ge beim Fi­nanz­ge­richt Berlin-Bran­den­burg (Az.: 3 K 3130/17). Fi­nanz­ge­rich­te hät­ten die Rechts­fra­ge bis­her un­ter­schied­lich be­ur­teilt, so der Steu­er­zah­ler­bund Be­trof­fe­nen Grund­stücks­ei­gen­tü­mern emp­fiehlt der Steu­er­zah­ler­bund, die Kos­ten für die Er­schlie­ßung der Stra­ße auch dann in der Ein­kom­men­steu­er­er­klä­rung an­zu­ge­ben, wenn der Aus­bau von der Ge­mein­de durch­ge­führt wird. Ak­zep­tie­re das Fi­nanz­amt die Aus­ga­ben nicht, soll­te ge­gen den ei­ge­nen Steu­er­be­scheid Ein­spruch ein­ge­legt und das Ru­hen des Ver­fah­rens be­an­tragt wer­den. Zur Be­grün­dung kön­ne auf die Mus­ter­kla­ge des Steu­er­zah­ler­bun­des und auf ein Ver­fah­ren des Bun­des­fi­nanz­hofs (Az.: VI R 18/16) hin­ge­wie­sen wer­den.

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