Film über „Wun­der von Ötig­heim“

Do­ku­men­ta­ti­on über Volks­schau­spie­le läuft heu­te im Karls­ru­her Open-Air-Ki­no

Pforzheimer Kurier - - WAS - WANN - WO -

Ötig­heim/Karls­ru­he (rjk). Noch bis En­de Au­gust läuft die dies­jäh­ri­ge Sai­son der Volks­schau­spie­le Ötig­heim. Wer ei­nen Ein­druck von der Ar­beit hin­ter den Ku­lis­sen bei Deutsch­lands größ­ter Frei­licht­büh­ne ge­win­nen will, ist heu­te, 10. Au­gust, beim Open-Air-Ki­no an Schloss Got­te­saue in Karls­ru­he rich­tig: Ab 21 Uhr wird auf der 24-mal zehn Me­ter gro­ßen Rie­sen­lein­wand der Do­ku­men­tar­film „Das Wun­der von Ötig­heim – Ein Dorf spielt Thea­ter“ge­zeigt.

Erst­mals prä­sen­tiert wur­de die 90-mi­nü­ti­ge Do­ku­men­ta­ti­on nach ei­ner „Pre­view“im Fo­rum Ras­tatt am 21. Ja­nu­ar im SWR-Fern­se­hen. Der von der MFG Film­för­de­rung Ba­den-Würt­tem­berg fi­nan­zi­ell un­ter­stütz­te Film be­glei­tet die Ent­ste­hung der Ins­ze­nie­rung des Schau­spiels „Les Mi­sé­ra­bles“nach dem Ro­man von Vic­tor Hu­go von der ers­ten Text­fas­sung über die Rol­len­ver­ga­be und die Pro­ben bis hin zur Pre­mie­re am 11. Ju­ni 2016. Re­gis­seur Pe­ter Lü­di hat­te den Klas­si­ker zum 110-jäh­ri­gen Be­ste­hen der Volks­schau­spie­le auf die Büh­ne ge­bracht.

Im Film bil­det das Re­vo­lu­ti­ons­spek­ta­kel nur den Rah­men für ei­nen Blick hin­ter die Ku­lis­sen der 1906 von Orts­pfar­rer Jo­sef Sai­er ge­grün­de­ten Volks­schau­spie­le, die jähr­lich bis zu 100 000 Be­su­cher ins „Tell­dorf“lo­cken. Der Film por­trai­tiert ein 4 500-See­len-Dorf, das seit Ge­ne­ra­tio­nen sei­nen Traum vom Thea­ter lebt, ei­nen Schau­spiel­ver­ein, bei dem bis zu 500 Per­so­nen pro Pro­duk­ti­on ins Büh­nen­ge­sche­hen ein­ge­bun­den sind, und nicht zu­letzt all je­ne, die meist ein Le­ben lang am „Wun­der von Ötig­heim“mit­wir­ken. Fil­me­ma­cher Ha­rold Woet­zel hat­te es sich zur Auf­ga­be ge­macht, dies zu do­ku­men­tie­ren. Pro­du­ziert wur­de der Do­ku­men­tar­film von der Ba­denBa­de­ner Film­pro­duk­ti­ons­fir­ma „kur­haus pro­duc­tion“im Auf­trag des SWR. Ein Jahr lang hat­ten Woet­zel und sei­ne Film­crew Pe­ter Lü­di, die Darstel­ler und Funk­ti­ons­trä­ger zu Hau­se oder an ih­ren Ar­beits­or­ten so­wie bei den Pro­ben auf dem „Tell­platz“be­sucht.

Ein Jahr lang war die Ka­me­ra da­bei

RE­GIS­SEUR BEI DER AR­BEIT: Pe­ter Lü­di brach­te 2016 in Ötig­heim das Re­vo­lu­ti­ons­spe­kat­kel „Les Mi­sera­bles“auf die Büh­ne. Ein Film do­ku­men­tier­te die Pro­ben. Fo­to: pr

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