So ziem­lich al­le Hits

„Queen Night“bei den Volks­schau­spie­len Ötig­heim

Pforzheimer Kurier - - KULTUR -

Schon über 25 Jah­re ist Far­rokh Bul­sa­ra, bes­ser be­kannt als Fred­die Mer­cu­ry und ei­ner der cha­ris­ma­tischs­ten Pop­stars der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit, nun schon tot, doch noch im­mer füllt sein Na­me die größ­ten Hal­len, und auch die Volks­schau­spie­le Ötig­heim durf­ten mit dem Be­such der „Queen Night“zu­frie­den ge­we­sen sein.

Hoch­zu­frie­den sein durf­ten je­doch auch die Zu­hö­rer, denn sie be­ka­men ei­ne pro­fes­sio­nell ge­mach­te Show ge­bo­ten, die kaum Wün­sche of­fen­ließ und so ziem­lich al­le Queen-Hits von „We Will Rock You“bis „The Gre­at Pre­ten­der“prä­sen­tier­te. Die Düs­sel­dor­fer Co­ver-Band hat mit Har­ry Ro­se als Fred­die Mer­cu­ry ei­nen sou­ve­rä­nen Front­man, der sei­ner Fi­gur stimm­lich nichts schul­dig bleibt und auch op­tisch ei­ne ge­wis­se Ähn­lich­keit nicht ver­leug­nen kann. Sein Stimm­um­fang kann mit dem Mer­cu­rys mit­hal­ten und lässt al­len­falls beim Bel­ten ein we­nig an Aus­strah­lung ver­mis­sen. Nicht ganz so über­zeu­gend wirkt sein ges­ti­scher Auf­tritt. Zu ge­spielt wir­ken die thea­tra­li­schen, ti­ger­haf­ten Be­we­gun­gen, das be­rühm­te Spiel mit dem Mi­kro­fon­stän­der oder der Auf­tritt mit dem Uni­on Jack um ganz mit Fred­die Mer­cu­ry zu ver­schmel­zen. Doch dies ist al­len­falls ei­ne klei­ne Kri­tik an ei­ner groß­ar­ti­gen Per­for­mance, die auch Wer­ke wie „I Want To Break Free“, auf des­sen be­rühm­ten Vi­deo­clip zu­min­dest an­ge­spielt wur­de, und frem­de Kom­po­si­tio­nen wie Cy Co­lem­ans „Big Spen­der“be­inhal­te­te. Dass al­ler­dings der ech­te Fred­die Mer­cu­ry sein Pu­bli­kum eben­falls bei je­der pas­sen­den Ge­le­gen­heit zum Mit­klat­schen auf­for­der­te, scheint frag­lich.

Blind ver­las­sen konn­te sich Har­ry Ro­se auf sei­ne Part­ner, al­len vor­an auf die bei­den groß­ar­ti­gen Gi­tar­ris­ten Ste­fan Pfeif­fer und Chris­toph Sto­was­ser. Pfeif­fer trat da­bei in die Fuß­stap­fen von Le­ad­gi­tar­rist Bri­an May und Sto­was­ser agier­te als John De­a­con, ei­nem von meh­re­ren wech­seln­den Bas­sis­ten der Band. Piid Plöt­zer gab Ro­ger Tay­lor, den po­pu­lä­ren Schlag­zeu­ger von Queen und Sebastian Sim­mich war Spi­ke Ed­ney, ein Key­boar­der, der häu­fig als Gast bei Queen-Auf­trit­ten mit­wirk­te. Un­auf­fäl­lig blie­ben Kat­ha­ri­na Lei­sin­ger und Car­men Go­la, die ei­ni­ge Songs als Back­ground­sän­ge­rin oder Tän­ze­rin be­glei­te­ten.

Die Stim­mung im Pu­bli­kum war her­vor­ra­gend, vie­le – auch vie­le äl­te­re – Be­su­cher hielt es nach der Pau­se nicht mehr auf den Sit­zen, und erst nach meh­re­ren Zu­ga­ben („The Show Must Go On“etc.), ließ man die Mu­si­ker von der Büh­ne. Man­fred Kraft

FAST WIE FRED­DIE: Har­ry Ro­se be­geis­ter­te mit sei­ner „Queen“-Co­ver­band bei den Volks­schau­spie­len Ötig­heim. Fo­to: Vie­ring

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