Pra­xis vor Theo­rie

Pforzheimer Kurier - - BLICK IN DIE WELT -

Wil­helms­ha­ven (dpa). Hand in Hand müs­sen Of­fi­ziers­an­wär­ter der Ma­ri­ne auf dem Se­gel­schul­schiff „Mir­cea“in den nächs­ten Wo­chen ar­bei­ten. Be­vor sie im Sep­tem­ber mit ih­rem Stu­di­um be­gin­nen, steht ih­nen erst mal ganz viel Pra­xis be­vor: Mor­gen wird der 82 Me­ter lan­ge Groß­seg­ler die nie­der­säch­si­sche Stadt Wil­helms­ha­ven ver­las­sen und Kurs auf Lis­s­a­bon neh­men.

55 deut­sche und 30 ru­mä­ni­sche Ka­det­ten se­geln ihn ge­mein­sam mit ih­ren Aus­bil­dern. Die „Mir­cea“springt für das fast bau­glei­che deut­sche Se­gel­schul­schiff „Gorch Fock“ein, das zur­zeit für 75 Mil­lio­nen Eu­ro sa­niert wird. Die Zeit an Bord sei ein wich­ti­ger Teil der Of­fi­ziers­aus­bil­dung, sagt der deut­sche Aus­bil­dungs­lei­ter Christian Rie­chel­mann. „Hier funk­tio­niert es wirk­lich nur im Team.“Die Ka­det­ten ge­wöh­nen sich auf dem Drei­mas­ter an den See­gang und müs­sen sich mit dem Wet­ter aus­ein­an­der­set­zen. Drei­ein­halb Wo­chen wer­den sie un­ter­wegs sein. In Pal­ma de Mallor­ca wird die deut­sche Mann­schaft aus­ge­tauscht. Auf der „Gorch Fock“blei­ben die Of­fi­ziers­an­wär­ter nor­ma­ler­wei­se dop­pelt so lan­ge. Des­halb müs­sen die Aus­bil­der den Theo­rie­un­ter­richt et­was ein­damp­fen. Auf dem St­un­den­plan ste­hen Wet­ter­kun­de, Füh­rungs­leh­re und Na­vi­ga­ti­on.

AHOI AUS LUFTIGER HÖ­HE: Die Be­sat­zung grüßt aus den Mas­ten des ru­mä­ni­schen Groß­seg­lers „Mir­cea“, der vor­über­ge­hend die „Gorch Fock“als Schul­schiff der Ma­ri­ne er­setzt. Das Schiff soll mor­gen mit Of­fi­ziers­an­wär­tern der Bun­des­wehr aus­lau­fen. Fo­to: dpa

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